Klin Monbl Augenheilkd 2016; 233(09): 1065-1066
DOI: 10.1055/s-0042-107154
Der interessante Fall
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Pigmentierte paravenöse retinochoroidale Atrophie

Pigmented Paravenous Retinochoroidal Atrophy
M. Loidl
Augenklinik, Universitätsklinikum Ulm
,
G. E. Lang
Augenklinik, Universitätsklinikum Ulm
,
G. K. Lang
Augenklinik, Universitätsklinikum Ulm
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

eingereicht 31 March 2016

akzeptiert 18 April 2016

Publication Date:
25 July 2016 (online)

Preview

Hintergrund

Die pigmentierte paravenöse retinochoroidale Atrophie (PPRCA) ist eine sehr seltene retinale Erkrankung. Sie ist charakterisiert durch eine bilaterale Degeneration der Netzhaut und Aderhaut entlang der Netzhautvenen mit Pigmentepithelveränderungen. Die Ursache ist bis heute nicht genau geklärt. Eine mögliche autosomal-dominante, rezessive sowie X- und Y-chromosomale Vererbung werden diskutiert [1]. Auch ein Auftreten im Rahmen von Masern, Röteln, Tuberkulose und Morbus Behçet sowie anderen entzündlichen Erkrankungen wurde beschrieben [1], [2], [3], [4]. Die Erkrankung zeigt keine oder nur eine sehr langsame Progression und bleibt für den betroffenen Patienten häufig asymptomatisch. Bei der Perimetrie können, abhängig von der topografischen Lage der Pigmentepithelveränderungen, entsprechend Skotome, ein vergrößerter blinder Fleck sowie auch eine konzentrische Gesichtsfeldeinengung nachgewiesen werden [1].