Arthritis und Rheuma 2011; 31(03): 167-172
DOI: 10.1055/s-0037-1618068
Trauma und Unfallchirurgie
Schattauer GmbH

Hüftnahe Frakturen

Hip fractures
U. Hötker
1   Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Agaplesion Markus Krankenhaus, Frankfurt/M.
,
M. Holder
1   Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Agaplesion Markus Krankenhaus, Frankfurt/M.
,
J. Noga
1   Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Agaplesion Markus Krankenhaus, Frankfurt/M.
,
P. Schleifer
1   Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Agaplesion Markus Krankenhaus, Frankfurt/M.
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Publication Date:
21 December 2017 (online)

Zusammenfassung

Aufgrund der Altersstruktur in Deutschland werden die hüftnahen Frakturen in Zukunft ein zunehmendes Versorgungsproblem darstellen. In Beobachtungen eigenen Krankengutes über zwölf Jahre zeigt sich die Altersverteilung der Verletzungen insbesondere im Alter zwischen 75 und 95 Jahren mit einem Gipfel bei 85 Jahren. In diesen Bevölkerungsschichten ist bis 2030 mit einer Zunahme um > 40 % zurechnen. Es ist zu befürchten, dass die hüftnahen Frakturen in gleichem Umfang zunehmen werden. Die Prävention dieser Verletzungen muss daher in den Vordergrund gestellt werden. Die wichtigsten Einteilungen der medialen Schenkelhalsfrakturen und der pertrochantären Femurfrakturen sowie die wichtigsten Versorgungsmöglichkeiten werden vorgestellt. Aufgrund der Bruchformen kann es zu starken Belastungen der Implantate und zum Implantatbruch kommen. Es muss daher schon bei der Planung der Versorgung besonderes Augenmerk auf Bruchform, Gewicht des Patienten und die Compliance gelegt werden. Bei älteren Patienten, die bei Erfordernis nicht die Fähigkeit zur Teilbelastung oder Entlastung haben, sollte die endoprothetische Versorgung ins Auge gefasst werden.

Summary

Due to demographic change in Germany, hip fractures will be a major problem of medical care in the near future. Surveying patients of our hospital for a period of 12 years we saw the major part of the injuries in patients between 75 to 95 years with a peak at 85 years. It is estimated that this demographic group will grow more than 40 % until the year 2030. Presumably, the rate of hip fractures will increase by roughly the same amount. Hence, prevention of this injury has to be promoted. The topical and most important classifications of hip fractures are presented; besides, the most common medical treatments are discussed. Depending on the type of fracture, physical stress on the implants may increase drastically – leading to material breach. Therefore, the types of the fracture, the weight of the patient and the patient’s compliance have to be considered beforehand, starting with the surgery planning. In elder patients who cannot perform partial weight-bearing, implantation of endoprostheses has to be thought of.