Subscribe to RSS
DOI: 10.1055/s-0029-1192292
Aerztliche Beobachtungen an Teilnehmern eines Armee-Gepäckmarsches
Publication History
Publication Date:
16 July 2009 (online)
Zusammenfassung
1. Die neuzeitliche Kriegführung erfordert, daß der Körper in jeder Beziehung andauernden Anstrengungen gewachsen ist, ja auch gelegentliche Ueberanstrengungen ohne Schaden übersteht.
2. Die körperliche Vorbereitung hierzu muß allmählich in denselben Formen erfolgen, die die betreffende Körperanstrengung verlangt (Zuntz und Schumburg).
3. Die der Vorbereitung für den Kriegsdienst gewidmeten Leibesübungen, insbesondere die der Jugend, müssen sich deshalb eng an die im Heere geforderten und dort erprobten Uebungen anschließen. Turnen im engeren Sinne ist ein Teil dieser körperlichen Vorbereitung.
4. Die Bestrebungen der deutschen Turnerschaft, diesen Forderungen durch Veranstaltung von solchen Uebungen und Erprobungen (z. B. von Märschen mit Belastung u. dgl.) zu genügen, muß deshalb mit Dank begrüßt werden.
5. Die größte Widerstandskraft hat der Körper junger Männer im Alter von 18—25 Jahren, die geringste der älterer Männer. Zwischen beiden steht die heranwachsende Jugend vom 14. Lebensjahr ab.
6. Zur Beurteilung des Maßes der Anstrengung, zur Verhütung von Körperschädigungen, zur Ausscheidung ungeeigneter Kräfte ist, zumal bei der dringend notwendigen vermehrten körperlichen Ausbildung der Jugend, die Mitwirkung eines sachkundigen Arztes unerläßlich.
