Dtsch Med Wochenschr 1908; 34(5): 186-190
DOI: 10.1055/s-0029-1186307
© Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Teleröntgenographie des Herzens

Alban Köhler in Wiesbaden
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Publikationsdatum:
11. August 2009 (online)

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Zusammenfassung

Zur Untersuchung des Herzens mit Röntgenstrahlen empfiehlt Verfasser die von ihm seinerzeit angegebene und seitdem auch in anderen Instituten geübte Fernphotographie (Teleröntgenographie). Sie wird bei der augenblicklichen Güte der Röntgeninstrumentarien am besten in Entfernungen von 150—200 cm ausgeführt. Bei so großen Fokusabständen verlaufen die das Herz tangierenden Strahlen fast parallel. Die Fehlerbreiten sind praktisch gleich null, jedenfalls niemals größer als bei der subjektiven Orthoröntgenographie (= Orthodiagraphie). Vor letzterer hat die Fernphotographie den Vorzug der Objektivität, auch erlaubt sie eine bessere Beurteilung der Form des Herzens. Mit zunehmender Verbesserung der Röntgenapparate werden Aufnahmen und Aufzeichnungen in noch größeren Entfernungen ermöglicht und so die Fehlergrenzen noch geringer werden.