Dtsch Med Wochenschr 1913; 39(29): 1402-1404
DOI: 10.1055/s-0028-1128599
© Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Ueber Aziditätsverhältnisse des Magens bei Erkrankungen der Gallenblase und ihre therapeutische Nutzanwendung

Adolf Ohly - Spezialarzt für Magen-, Darm- und Stoffwechselkranke in Cassel
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Publikationsdatum:
26. Mai 2009 (online)

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Zusammenfassung

Im Anfang der Gallenblasenerkrankung besteht bei noch funktionstüchtiger Gallenblase Hyperazidität des Magens. In späteren Stadien, in denen durch schwere entzündliche Prozesse der Schleimhaut, Schrumpfungen der Gallenblase oder eingeklemmten Cysticusstein die physiologische Funktion der Gallenblase ausgeschaltet wird, ebenso nach operativer Entfernung derselben, findet man in etwa 70 bis 80 % der Fälle Anazidität resp. Achylia gastrica. Eine absolut sichere Erklärung dieser Tatsache existiert bis jetzt noch nicht. Wichtig ist diese Anazidität für die Therapie der Gallenblasenerkrankung im Intervall und für die Differentialdiagnose zwischen Ulcus duodeni, Ulcus pylori und Cholelithiasis.