Dtsch med Wochenschr 1928; 54(4): 143-144
DOI: 10.1055/s-0028-1124977
© Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Ueber Erfahrungen mit Fissan-Fabrikaten (Diatomeen-Silicea-Milcheiweiß) in der Dermatologie

Fritz Hirsch
  • Aus dem Frauenkrankenhaus der Stadt Berlin. (Aerztlicher Direktor: Prof. Felix Pinkus.)
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Publication Date:
13 August 2009 (online)

Zusammenfassung

Die Fissan-Präparate leisten bei richtiger Indikationsstellung ganz Ausgezeichnetes. Diese Diatomeen-Silicea-Milcheiweiß-Präparate haben mit den althergebrachten Puder- und Salbenmischungen so gut wie nichts mehr zu tun; sie erscheinen theoretisch gut fundiert und halten auch das, was sie versprechen. Eine Erklärung finden die mit den Fissanen erzielten Erfolge neben der Flächenwirkung des Fissan-Kolloids durch die perkutane Zuführung von kolloidem Milcheiweiß in die Gewebszellen. Wenn damit auch die tiefere Ursache der oft geradezu auffallenden Wirkung dieser Eiweißpräparate noch nicht restlos geklärt ist, so steht doch fest, daß die Fissane nicht nur etwas völlig Neues darstellen, sondern daß sie für die Therapie von Hautleiden einen eminenten Fortschritt bedeuten. Es ist anzunehmen, daß das neue Fabrikationsprinzip auch für andere Gebiete der Medizin von Bedeutung werden wird.