Klin Monbl Augenheilkd 2010; 227(6): 507-509
DOI: 10.1055/s-0028-1109875
Der interessante Fall

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Behandlung von chorioidalen Neovaskularisationen (CNV) im Rahmen des Presumed-Ocular-Histoplasmosis-Syndroms (POHS) mittels photodynamischer Therapie

PDT (Photodynamic Therapy) Treatment of Choroidal Neovascularisations (CNV) Associated with Presumed Ocular Histoplasmosis Syndrome (POHS)A. Ringwald
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Publikationsverlauf

Eingegangen: 10.3.2009

Angenommen: 7.10.2009

Publikationsdatum:
17. Juni 2010 (online)

Einleitung

Chorioidale Neovaskularisationen (CNV) treten häufig im Rahmen einer altersbezogenen Makuladegeneration (AMD) oder einer pathologischen Myopie auf. Für diese Indikationen steht seit 2000 bzw. 2001 mit der photodynamischen Therapie (PDT) mit Verteporfin eine wirksame Therapieoption zur Verfügung, mit der sich der Krankheitsverlauf in vielen Fällen aufhalten lässt [1] [2]. Die Entwicklung von Ranibizumab ermöglicht seit 2007 außerdem erstmals eine Behandlung, mit der sich die Sehkraft der Patienten in vielen Fällen sogar wieder verbessern lässt [3]. CNV können sich auch bei einer Reihe weiterer, unter anderem inflammatorisch bedingter Netzhauterkrankungen bilden [4]. Eine dieser Erkrankungen ist das Presumed-Ocular-Histoplasmosis-Syndrom (POHS), das mit einer Infektion durch Histoplasma-capsulatum-Sporen in Verbindung gebracht wird. Die Erkrankung ist vermutlich die Folge einer späten Immun- oder Gewebereaktion. Bei Diagnose des POHS lassen sich in der Regel keine Erreger mehr im Auge nachweisen. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen eine Infektion mit dem Erreger grundsätzlich ausgeschlossen werden kann [5]. Aufgrund der geringen Fallzahlen ist die Erkrankung bisher in klinischen Studien wenig untersucht. In dem hier vorgestellten Fall konnte bei einem 76-jährigen Patienten mit CNV-Entwicklung bei POHS mittels zweimaliger PDT ein guter Behandlungserfolg erzielt werden.

Literatur

Andreas Ringwald

Augenklinik, Klinikumdo

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