physioscience 2020; 16(01): 33-36
DOI: 10.1055/a-0975-2061
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Effekt von Spinal Mobilization with Leg Movement bei Patienten mit lumbaler Radikulopathie: Eine doppelt-verblindete randomisierte kontrollierte Studie

The Effect of Spinal Mobilization with Leg Movement in Patients with Lumbar Radiculopathy: A Double-Blind Randomized Controlled Trial
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Publication Date:
04 March 2020 (online)

Zusammenfassung

Hintergrund

Lumbale Radikulopathie ist eine mögliche Diagnose bei Rücken- und assoziierten Beinschmerzen und erreicht eine Lebenszeitprävalenz von bis zu 43 % [1]. Zu den diagnostischen Kriterien einer Radikulopathie zählen sensorische und motorische Defizite einer spezifischen Nervenwurzel mit dazugehörigen Symptomen im Bein. Die Schmerzen entstehen dabei wahrscheinlich durch eine strukturelle Schädigung komprimierter Nervenwurzeln mit manchmal daraus folgenden neuropathischen Schmerzen [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9].

Die klinischen Leitlinien [10] empfehlen zur Behandlung zuerst konservative Maßnahmen, wie z. B. Unterstützung und Beratung, Übungen, Manuelle Therapie, psychologische Therapien und Medikamente. Andere Empfehlungen für Physiotherapie beinhalten Mobilisationen, Elektrotherapie, Traktion, Tapes und Übungen [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17], ohne Evidenz für die Überlegenheit einer Methode [18] [19]. Ein aktuellerer systematischer Review lieferte Evidenz mit moderater Qualität für die Behandlung mit Manueller Therapie bei lumbaler Radikulopathie [20].

Für die Behandlung von Rücken- und assoziierten Beinschmerzen nach Mulligan empfehlen Bessler und Beyerlein [21] Spinal Mobilisation with Leg Movement (SMWLM).


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