Z Gastroenterol 2022; 60(08): 1249
DOI: 10.1055/a-1855-7584
Leserbrief

Leserbrief zum Beitrag: M. Whipple – eine seltene und herausfordernde Komplikation in einem Patienten mit M. Crohn

Gerhard E. Feurle
1   Ehemaliger Chefarzt der Medizinischen Klinik am DRK Krankenhaus Neuwied, Universität Bonn
,
Verena Moos
2   Charité Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik I für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie
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Von Bulut et al. wird über einen 30 Jahre alten Patienten berichtet, der unter der Diagnose „M. Crohn des Dünndarms“ 4 Jahre lang mit Azathioprin behandelt worden war [1]. Nachdem es zu Gewichtsverlust, Diarrhö und Fieber gekommen war, der Patient anämisch war, die Albuminkonzentration im Serum erniedrigt und eine Stuhluntersuchung auf pathogene Keime negativ, wurde eine immunsuppressive Therapie mit Prednison-Stoß und Ustekinumab begonnen, bis nach weiterer klinischer Verschlechterung bei der Endoskopie in der Duodenalmukosa histologisch und mittels PCR ein M. Whipple nachgewiesen wurde. Trotz einer nun begonnenen antibiotischen Therapie mit Ceftriaxon und Meropenem verstarb der Patient immunsupprimiert an den Folgen von Candida-Sepsis und Hepatitis-E-Virus-Infektion.



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Article published online:
12 August 2022

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