Notfall & Hausarztmedizin (Notfallmedizin) 2005; 31(3): A 121
DOI: 10.1055/s-2005-867128
Blickpunkt

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Verantwortungsvolles Anti-Aging für Männer - Selbst bestimmen wie "Mann" altert

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Publikationsdatum:
09. Mai 2005 (online)

 
Inhaltsübersicht

    Jacobi G, Biesalski HK, Gola U, Huber J, Sommer F (Hrsg.). Anti-Aging für Männer. Stuttgart: Georg Thieme Verlag, 2004, ISBN 3131390816. 59,95 EUR

    Viele Männer gehen zum plastischen Chirurgen, damit er ihnen Tränensäcke oder Doppelkinn entfernt. Doch das ist nur eine Möglichkeit für Männer, dem Alter zu begegnen. "Es fällt schwer, einen 60-Jährigen, dem eine Lebenserwartung von einem Vierteljahrhundert bleibt, mit dem Etikett des Alternden zu versehen", sagt der Duisburger Urologe Prof. Dr. med. Günther Jacobi, Mitherausgeber des Fachbuches "Anti-Aging für Männer". Dementsprechend sei es wichtig, dass Männer mitbestimmen wie sie altern.

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    In einer amerikanischen Studie aus dem Jahre 2002 zeichneten sich sieben Einflussgrößen ab, die maßgeblich darüber entscheiden, wie sich ältere Menschen fühlen: Tabakkonsum, Körpergewicht, Alkoholkonsum, Bewegung, Partnerschaft, Konfliktfähigkeit, Stress und Ausbildung. Basierend auf diesen Größen, behandeln die Autoren unter anderem Grundlagen und spezielle Risiken des Alterns, dessen Einfluss auf die Organe, praktische Strategien zur Änderung des eigenen Lebensstils zur Vorbeugung des Alterns sowie Anti-Aging-Konzepte speziell für Männer. Sie richten sich damit vor allem an Allgemeinmediziner, Internisten und Urologen.

    Die beteiligten Experten aus Andrologie, Endokrinologie, Ernährungswissenschaft, Geschlechter- und Generationenforschung, Gynäkolo-gie, Neurobiologie, Pharmakologie, Sexualwissenschaft und zahlreichen anderen Fachgebieten sind sich einig: Anti-Aging im medizinischen Sinne ist nicht mit ewiger Jugend gleichzusetzen. "In seiner wohlverstandenen medizinischen Präventivvariante meint Anti-Aging das Bestreben funktionstüchtig - vielleicht sogar gesund - und sozial kompetent zu bleiben", betont Jacobi.

     
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