Aktuelle Neurologie 2016; 43(09): 568-569
DOI: 10.1055/s-0042-115069
Kompetenznetz Multiple Sklerose
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Aktuelles aus der Forschung

L. H. Klotz
1   Klinik für Allgemeine Neurologie, Department für Neurologie, Universitätsklinikum Münster
,
F. Then Bergh
2   Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universität Leipzig
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
23. November 2016 (online)

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Prognosemarker im Liquor: alte Bekannte, neue Gesichter

Drei kürzlich erschienene Arbeiten beschäftigen sich erneut mit der Frage, ob Metabolite, die sich im Liquor von an Multipler Sklerose erkrankter Menschen quantifizieren lassen, eine bessere Prognosevoraussage erlauben. Albanese et al. bestimmten im Liquor die Konzentrationen von Laktat, Tau-Protein und der leichten Variante des Neurofilaments (NF-L); sie verglichen je gut 100 MS-Patienten und Kontrollpersonen [1]. Erhöhtes Liquorlaktat korrelierte mit kürzerer Erkrankungsdauer, deutlicherer Progression (über durchschnittlich 5-jährige Beobachtungsdauer) und mit Tau- sowie NF-L-Konzentrationen.