XX Die Zeitschrift für Frauen in der Medizin 2013; 2(2): 118
DOI: 10.1055/s-0033-1347146
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© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

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Publication Date:
12 June 2013 (online)

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Wie heißt „rechter Oberbauch“ auf Englisch? Und was ist mit: „Hatten Sie als Kind häufig eitrige Mandelentzündungen?“ Da werden wohl die meisten deutschen Ärzte ins Grübeln kommen. Im Buch „Deutsch für Ärztinnen und Ärzte“ wird dies und vieles mehr für ausländische in Deutschland tätige Klinikärzte praxisnah und umfassend thematisiert.

Hier findet man sinnvoll aufgebaut sämtliche fachspezifische Sachverhalte, die im Klinikalltag tatsächlich gebraucht werden. Weit weg von den Anforderungen eines B2-Sprachtests vermitteln die Autoren einen reichen Basiswortschatz für medizinische Experten. Sie behandeln neben Anamnese, körperlicher Untersuchung und Patientenvorstellung auch eine gründliche Aufstellung über das deutsche Gesundheitswesen. Der Leser erfährt die gängigsten Abkürzungen der wichtigsten Funktionen in der Klinikorganisation und findet praktische Beispiele zum Verfassen eines Arztbriefes. Ergänzt wird das Serviceangebot für Mediziner durch eine Audio-CD, die einzelne Alltagssituationen in leicht verständlichem Deutsch nachstellt. Eine gute Übung zur Aussprache und zum Hörverständnis. Techniken für eine schwierige Gesprächsführung findet man ebenso wie Tricks zum Umgehen interkultureller Fallstricke. Übungen wechseln sich sinnvoll mit Fallbeispielen und Illustrationen ab, sodass nach gründlicher Lektüre keine Frage mehr offen bleiben sollte.

Ein Werk, das man auch nach einiger Zeit im deutschen Arztalltag zu Rate ziehen kann; bietet es doch auch Hilfestellung zur Anfertigung eines Fachvortrags. Übrigens: rechter Oberbauch heißt auf Englisch „right upper quadrant (RUQ) of the abdomen“.

Susanne Grobosch, Bottrop