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DOI: 10.1055/a-1889-8313
Geschichte der Klinik für Dermatologie und Venerologie am Vivantes Klinikum Berlin-Neukölln
History of the Department of Dermatology and Venereology at the Vivantes Hospital Berlin-NeuköllnAuthors
Zusammenfassung
Die 95-jährige Geschichte der Hautklink Britz, später Hautklinik Neukölln, der ältesten der Vivantes-Dermatologien, wird mit ihren klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten anhand der Wirkungszeiten der jeweiligen Leiter der Klinik im Kontext der zeitlichen Umstände, darunter der Nationalsozialismus, der 2. Weltkrieg, die Ökonomisierung der Medizin und das Auftreten der Sars-CoV-2-Pandemie dargestellt. Das Fachgebiet in seiner ganzen Breite zu vertreten und eine sorgfältige Weiterbildung für angehende Fachärzte zu ermöglichen war allen Chefärzten bis heute ein wichtiges Anliegen. Während über Jahrzehnte die Behandlung venerisch erkrankter Patienten die Klinik prägte, bilden heute Dermatochirurgie und Dermatoonkologie einschließlich medikamentöser Tumortherapie und die Versorgung schwerer Hauterkrankungen die Schwerpunkte des Klinikalltages. Die über Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelte Venerologie und Dermatohistologie stellen bis heute besondere Merkmale des Hauses dar.
Abstract
The 95-year history of the Department of Dermatology and Venereology of Britz, later of Neukölln, the oldest of the Vivantes dermatology departments, is presented with its clinical and scientific foci based on the periods of office of itʼs leading physicians in the context of the circumstances of their times, including National Socialism, World War II, the economization of medicine, and the emergence of the Sars-CoV-2 pandemic. Representing the specialty in its entire breadth and providing thorough training for upcoming specialists has been an important concern of all chief physicians until today. While for decades the treatment of patients with venereal diseases characterized the department, today surgical dermatology and dermatooncology, including systemic skin cancer therapy and the treatment of severe skin diseases, form the focal points of the departmentʼs daily routine. Venereology and dermatohistology, which have been continuously developed over decades, are additional special features of the department to this day.
Schlüsselwörter
Dermatologie - Venerologie - Berlin-Britz - Berlin-Neukölln - Vivantes - Erich Langer - Heinrich Teller - Günter Ehlers - Peter Kohl - Uwe HillenKeywords
Dermatology - Venereology - Berlin-Britz - Berlin-Neukölln - Vivantes - Erich Langer - Heinrich Teller - Günter Ehlers - Peter Kohl - Uwe HillenEinleitung
Die Eröffnung der damaligen Hautklinik Britz, der heutigen Klinik für Dermatologie und Venerologie am Vivantes Klinikum Neukölln, fand am 17. November 1927 statt.
Britz ist ein Ort im Süden von Berlin, der 1920 eingemeindet wurde. Das Krankenhaus Britz, bei Gründung im Jahre 1896 noch zum Kreis Teltow gehörend, lag an der Blaschkoallee, benannt nach dem Dermatovenerologen und Sozialmediziner Alfred Blaschko (1858–1922), dem Beschreiber der „Blaschko-Linien“ der Haut. Durch das neue Reichsgesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wurden damals an vielen Orten in Deutschland Behandlungsstätten für venerisch Erkrankte geschaffen.
Die nahezu 100-jährige Geschichte dieses traditionsreichen Hauses wird im Folgenden anhand der Amtszeiten der jeweiligen Chefärzte dargestellt und ist ein Zeugnis dafür, dass sich die Medizin auch unter schwierigsten äußeren Bedingungen weiterentwickelte und dass das ärztliche Ethos stets Maßstab des medizinischen Handelns ist.
1927–1933 und 1945–1951: Erich Langer
Erich Langer (1891–1957) ([Abb. 1]) wurde mit 36 Jahren der erste Chefarzt der neu gegründeten Hautklinik im Krankenhaus Britz [1] [2] [3]. Langer kam aus dem Rudolf-Virchow-Krankenhaus in Berlin-Westend und war ein Schüler von Abraham Buschke (1868–1943).


Erich Langer stammte aus Westpreußen und studierte in Breslau, Freiburg und an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Kurz nach dem Staatsexamen meldete er sich als freiwilliger Truppenarzt zum 1. Weltkrieg und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, was ihm während der nationalsozialistischen Diktatur zu Gute kam.
Die neue dermatologische Klinik mit 80 Betten wurde im Nordteil des Krankenhausgeländes in drei Holz-Baracken untergebracht und innerhalb der nächsten 6 Jahre auf 112 Betten erweitert. Damals waren die Venerologie der Prä-Penicillin-Ära und die Mykologie die vorherrschenden Themen. Schon kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Erich Langer, so wie viele andere jüdische und oppositionelle Chefärzte, aus seiner Stellung als Klinikchefarzt entlassen und 1938 sein Doktortitel entzogen. Man erlaubte ihm aber zunächst als „Krankenbehandler“ seinen Status als Kassenarzt zu behalten und seine Patienten in der jüdischen Ambulanz am Alexanderplatz und in seiner Wohnung in der Knesebeckstraße weiter zu behandeln.
1944 sollte Erich Langer schließlich festgenommen werden, aber sein „Abholer“ war ein dankbarer ehemaliger Patient, der ihn entkommen ließ. Erich Langer tauchte nun unter und verbrachte die letzten Kriegsmonate in einer Gartenlaube auf einer Insel im Tegeler See.
Von 1933 bis 1939 wurde die Klinik von den Hautärzten Wilhelm Hohorst und Fritz Oderbrett geführt und das Britzer Krankenhaus diente während des 2. Weltkriegs als Lazarett.
Bereits im Juli 1945 wurde Erich Langer, erneut als Chefarzt der kaum beschädigten Klinik wiedereingesetzt. In den folgenden Jahren bis zu seinem überraschenden Tod 1957 wurde Erich Langer zu einem der treibenden Kräfte beim Wiederaufbau der deutschsprachigen Dermatologie nach dem 2. Weltkrieg.
Erich Langers Oberarzt Heinz Grimmer (1913–1982), später Chefarzt der Wiesbadener Hautklinik, schrieb, dass Langer bestrebt gewesen sei, die durch die nationalsozialistische Diktatur verlorene fachliche Produktivität wieder aufzuholen [1]. Zeit seines Lebens war Erich Langer ein engagierter Autor von Artikeln, Buchkapiteln und Büchern. 1930 erschien im „Handbuch für Haut- und Geschlechtskrankheiten“, herausgegeben von Josef Jadassohn (1863–1936), das Kapitel über „Hautkrankheiten bei Gonorrhöe“ [4] sowie 1931 die „Röntgendiagnostik der männlichen Harnröhre“ [5].
Schon ein Jahr nach Kriegsende gründete Erich Langer zusammen mit dem Verleger Eduard Grosse sen. von der Berliner Medizinischen Verlagsanstalt (heute Gesundheitsmedien und Congress) die „Zeitschrift für Haut- und Geschlechtskrankheiten und deren Grenzgebiete“, das heutige JDDG (Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft). Das erste Heftchen hatte 30 Seiten (+ 4 Bildtafeln) und erschien mit einer Auflage von 1200 am 15. Juli 1946 mit spezieller amerikanischer Lizenz. Das vierteljährliche Abonnement bei monatlich zweimaligem Erscheinen kostete 15 Reichsmark [6]. Erich Langers Artikel im 1. Heft war für die Venerologen im deutschsprachigen Raum eine Sensation und hatte den Titel „Die Gonorrhoebehandlung mit Penicillin“ [7].
Zusammen mit dem praktischen Arzt Wilhelm Brandt [8] veröffentlichte er 1947 das Buch „Geschlechtskrankheiten bei Kindern und Jugendlichen“. Zwei Jahre später fasste Erich Langer das umfangreiche Bildmaterial der Britzer Klinik in seinem „Atlas der Syphilis“ mit fast 200 außergewöhnlichen klinischen Fotografien zusammen [9].
Zeitzeugen berichten, dass Erich Langer ein humorvoller und fröhlicher Mensch gewesen sei, der sich durch ausgeprägtes Organisationstalent und unermüdliche Schaffenskraft auszeichnete [1] [2] [3]. Die Britzer Hautklinik wurde nach der Gründung der Freien Universität (FU) Berlin zur Universitätsklinik und Erich Langer zum Professor ernannt. 1951 zog er zusammen mit der Universitätshautklinik in die Hautabteilung des Rudolf-Virchow-Krankenhauses um, womit sich für Erich Langer ein großer Kreis schloss.
1951–1975: Heinrich Teller
Heinrich Teller (1910–2008) ([Abb. 2]) kam ebenfalls aus dem Rudolf-Virchow-Krankenhaus und war ein Schüler von Heinrich Löhe (1877–1961) [10] [11].


Heinrich Teller stammte aus Niederschlesien und studierte in Breslau, Rostock und an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Nach dem Staatsexamen wurde er als Sanitätsoffizier im 2. Weltkrieg eingesetzt. Auf Grund einer Fleckfiebererkrankung (auch „Kriegspest“ genannt) wurde er von der Front 1942 ausgeflogen. Wenige Tage vor Kriegsende wurde Heinrich Teller am Kurfürstendamm durch einen Granatsplitter am Kopf verletzt. Noch als Patient traf er auf dem Klinikgelände der Charité Heinrich Löhe, der das Ordinariat der Charité-Hautklinik und auch die Leitung der städtischen Hautklinik am Rudolf-Virchow-Krankenhaus innehatte und wurde von Löhe für eine Assistenzarztstelle in der Hautklinik des Rudolf-Virchow-Krankenhauses gewonnen.
Im Juni 1951 wurde er zum Nachfolger von Erich Langer und damit zum 2. Chefarzt der Hautklinik Britz ernannt. Die über 100 Betten waren zu dieser Zeit immer noch in den Vorkriegsbaracken untergebracht. Ein Jahr später habilitierte sich Heinrich Teller mit dem Thema „Ursachen des Versagens der Salvarsan-Wismut-Therapie bei der Syphilis“, einem großen Problem der Nachkriegszeit, da Gonorrhoe und Syphilis ungewöhnlich hohe epidemiologische Zahlen von über 500/100.000 erreicht hatten.
Während seiner Amtszeit als Chefarzt der städtischen Hautklinik Britz veröffentlichte er mit seinen Mitarbeitern eine Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen und 1959 erfolgte seine Ernennung zum außerplanmäßigen Professor der FU Berlin.
Heinrich Teller war es wichtig, auch nach dem Wegzug der Universitätshautklinik, das akademische Niveau der Klinik zu erhalten. Die Weiter- und Fortbildung seiner Mitarbeiter sowie praxisnahe, didaktisch gute Vorträge lagen ihm sehr am Herzen. Vierteljährlich fanden die „Britzer Demonstrationsabende der Hautklinik“ statt. Heinrich Teller war zweimal Vorsitzender der Berliner Dermatologischen Gesellschaft (1962–1964 und 1968–1970). 1969 veranstaltete er gemeinsam mit der Berliner Dermatologischen Gesellschaft den XIII. Internationalen Kongress der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Phlebologie in Berlin.
15 Jahre lang musste Heinrich Teller noch in den Baracken mit den Nachkriegsumständen kämpfen bis 1966 in Anwesenheit des damaligen Präsidenten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) Albert Wiedmann (1901–1970) aus Wien die neue 4-stöckige Britzer Hautklinik mit 156 Betten auf dem nordöstlichen Gelände des Britzer Krankenhauses feierlich eröffnet wurde. Theodor Nasemann (1923–2020) schrieb im „Hautarzt“, dass die neue Klinik in Britz zu den schönsten in Deutschland gehöre [12]. Die neuen Schwerpunkte der Klinik waren Dermatochirurgie, Dermatohistologie, Phlebologie, Proktologie, Allergologie und Phototherapie. Sogar eine dermatologische Bibliothek, ein Fotolabor und ein Tierlabor standen der Klinik nun zur Verfügung.
„Papa“ Teller nahm sich fachlich und persönlich viel Zeit für seine Mitarbeiter, sei es zu wissenschaftlichen Diskussionen in seiner Wohnung oder bei Segeltörns auf dem Wannsee. Bis ins hohe Lebensalter fühlte er sich seinen Patienten verpflichtet und betreute seine z.T. prominenten Patienten weiter.
1975–1996: Günter Ehlers
Günter Ehlers (1930–2006) ([Abb. 3]) kam von der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Technischen Universität München und war ein Schüler von Rudolf Bohnstedt (1900–1970) in Gießen [13] [14].


Er stammte aus Hessen und studierte in Halle und an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine Habilitation erfolgte 1965 mit dem Thema „Zur Klinik, Histopathologie und Cytologie der Basalzellepitheliome unter besonderer Berücksichtigung cytophotometrischer Untersuchungen im ultravioletten und sichtbaren Licht“.
Günter Ehlers übernahm 1975 die Britzer Dermatologische Klinik mit 104 Betten [15]. Besondere Schwerpunkte von Günter Ehlers waren die operative und onkologische Dermatologie, die Röntgenweichstrahltherapie und die Dermatohistologie, die er stets selbst durchführte. Er etablierte die Zusammenarbeit mit dem Melanomregister von Claus Garbe im Universitätsklinikum Benjamin-Franklin (UKBF) der FU [16], die später von Peter Kohl weitergeführt wurde. Mit dem Auftreten des HI (humanes Immundefizienz)-Virus entstanden auf dem Gebiet der Venerologie weitere Zusammenarbeiten [17] [18].
Günter Ehlers war 1978–1980 gleichzeitig Vorsitzender der Nordwestdeutschen und der Berliner Dermatologischen Gesellschaft. In dieser Doppel-Funktion veranstaltete er im September 1979 den 57. Kongress der Nordwestdeutschen Dermatologischen Gesellschaft gemeinsam mit der Berliner und Hamburger Dermatologischen Gesellschaft in Berlin. Die Vorträge und Krankendemonstrationen dieser Tagung wurden in insgesamt 4 Heften der Zeitschrift für Hautkrankheiten publiziert [19]. 1992–1994 war Günter Ehlers erneut Vorsitzender der Berliner Dermatologischen Gesellschaft.
Im Zuge einer Zusammenlegung von kleineren Krankenhäusern zu größeren Organisationseinheiten musste 1993 das gesamte Krankenhaus Britz nach Rudow umziehen und wurde in das Städtische Krankenhaus Neukölln (gegründet 1909 als Krankenhaus Rixdorf) integriert. Um gegen diese Verlagerung zu protestieren, demonstrierten die Mitarbeiter des Krankenhaus Britz vor dem Rathaus Neukölln und auf der Blaschkoalle. Das Gebäude der 1966 eröffneten Hautklinik wurde 2010 abgerissen.
Durch den unermüdlichen Einsatz von Günter Ehlers und Oberarzt Claus Wepler gelang es, im Pavillon 5 und 6 des Krankenhauses Neukölln großzügige und helle Räumlichkeiten für 3 klinische Stationen mit insgesamt 81 Betten und einen Funktionstrakt mit Ambulanzräumen, einem OP-Trakt mit 2 Sälen und angrenzendem Histologielabor, einem Allergologie-Raum, einen Phototherapie-Raum und einen Labortrakt für Mikrobiologie und Mykologie zu schaffen. Die besondere Nähe des Histologie-Labors zu den OP-Räumlichkeiten sollten für die später geforderten kurzen Patientenliegezeiten von Vorteil sein. Günter Ehlers und Claus Wepler verdankt die Klinik auch ihre bis heute bestehende umfangreiche dermatologische Bibliothek, deren Bücherbestand bis in die Gründerjahre unseres Fachgebietes zurückreicht.
In der Britzer Klinik trafen sich Klinikmitarbeiter und niedergelassene Einweiser zum fachlichen und persönlichem Austausch. Nach seiner Pensionierung war Günter Ehlers weiterhin in der Hautarztpraxis seines Sohnes Steffan Ehlers in Berlin dermatologisch tätig.
1996–2017: Peter Kohl
Peter Karl Kohl (Jg. 1951) ([Abb. 4]) kam aus der Hautklinik der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg und ist ein Schüler von Detlef Petzoldt [20] [21].


Peter Kohl stammt aus Szeged/Ungarn und studierte in Liège/Belgien, Aachen und an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Nach 4 Jahren immunologischer Forschung in Heidelberg und in Seattle/USA habilitierte er sich 1991 mit dem Thema „Das Porin-Protein von Neisseria gonorrhoeae – Bedeutung für Serotypisierung, Vakzineentwicklung und Diagnostik“.
Nach 13-jährigerTätigkeit an der Universitätshautklinik Heidelberg wechselte er 1996 als Chefarzt in die Hautklinik des Städtischen Krankenhauses Neukölln nach Berlin.
1997 wurde im Zuge der örtlichen Umstrukturierung die Bettenzahl um 50% reduziert, gleichzeitig die Verweildauer halbiert und die Fallzahlen verdoppelt. Peter Kohl etablierte in der Klinik die Immunfluoreszenz-Mikroskopie, die mikrografisch kontrollierte Dermatochirurgie (MKC), die Bade-PUVA (Psoralen UVA) und eine Tages- und Abendklinik, die Patienten eine berufsbegleitende teilklinische Therapie ermöglicht. Die Dermatochirurgie, Dermatohistopathologie und Venerologie waren seine klinischen Schwerpunkte.
Im Jahr 2000 wurde Peter Kohl zum außerplanmäßigen Professor der Universität Heidelberg ernannt, an der er bis 2016 Vorlesungen hielt. Peter Kohl hat zusammen mit Susanne Buder im Springer-Standardwerk „Braun-Falco’s Dermatologie, Venerologie und Allergologie“ mehrere Kapitel zur Dermatovenerologie verfasst [22] [23] [24]. 1999–2001 war Peter Kohl Präsident der „International Society for STD (Sexually Transmitted Diseases) Research“ (ISSTDR) und hat in dieser Eigenschaft im Juli 2001, den Weltkongress der Venerologie („International Congress of Sexually Transmitted Infections (STI)“) im damaligen Haus am Köllnischen Park mit über 1000 Teilnehmern aus 64 Ländern und mehr als 600 Abstracts in Berlin veranstaltet [25].
Dem internationalen Vorbild folgend ernannte das Robert Koch-Institut 2010 das Labor für Venerologie der Hautklinik Neukölln zum Konsiliarlabor für Gonokokken, das bundesweit epidemiologische Daten zur Antibiotikaresistenz von Neisseria gonorrhoeae erhebt und sowohl das Robert Koch-Institut als auch die Deutsche STI-Gesellschaft bezüglich Therapie-Leitlinien berät [26]. Seit Peter Kohls Ausscheiden aus der Klinik wird das Konsiliarlabor für Gonokokken von Susanne Buder geleitet [27].
Peter Kohl hatte in Seattle von seinem Mentor King Holmes gelernt wie wichtig die Weitergabe des eigenen Fachwissens und der eigenen klinischen Erfahrung an die nächste Ärztegeneration ist. Neben der wöchentlichen Mittwochsfortbildung hatte Peter Kohl mit seinen Ober- und Fachärzten jährliche Intensivkurse für Weiterbildungsassistenten im Bereich der Dermatohistologie und der Dermatochirurgie veranstaltet. Zu diesen Kursen wurden nationale und internationale Referenten, u.a. Arno Rütten aus Friedrichshafen oder David Weedon aus Brisbane/Australien, nach Neukölln eingeladen.
Während Peter Kohls Amtszeit wurden drei Neuköllner Oberärzte zu Chefärzten berufen. Barbara Hermes wurde 2001 Chefärztin der Hautklinik Berlin-Prenzlauer Berg/Friedrichshain, Ioannis Bassukas wurde 2003 Ordinarius der Klinik für Dermatologie und Venerologie der Universität Ioannina/Griechenland und Kerstin Lommel wurde 2006 Chefärztin der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Helios Klinikum Berlin-Buch.
Unter dem Namen Vivantes wurde 2001 ein kommunaler Klinikkonzern gegründet. Dieser entstand durch den Zusammenschluss von 10 städtischen Krankenhäusern mit 120 klinischen Abteilungen, darunter 3 Abteilungen für Dermatologie. Diese drei dermatologischen Kliniken in Berlin-Spandau, Berlin-Friedrichshain und Berlin-Neukölln, sollten im Rahmen eines regelmäßig stattfindenden „Medical Board“ zusammenarbeiten und fachliche Schwerpunkte setzen. Um die Schwerpunkte der einzelnen Kliniken zu betonen, hatten Gisela Albrecht, Barbara Hermes und Peter Kohl den 3 Hautkliniken unterschiedliche Spezialisierungen zugeordnet, Allergologie für Spandau, Phlebologie für Friedrichshain und Venerologie für Neukölln. Gleichwohl war es Ziel in jeder Klinik das gesamte klinische Spektrum anzubieten. Die wohnortnahe Versorgung wurde zu einem bis heute gültigen Erfolgskonzept mit stationärer, tagesklinischer und ambulanter Betreuung.
Mit der Einführung der DRGs (Diagnosis Related Groups) begann in Deutschland die Ökonomisierung der Krankenhaus-Medizin. Peter Kohl absolvierte eine Zusatzausbildung zum Krankenhaus-Controller und konnte entsprechend der jährlichen Zielvereinbarungen mit der Geschäftsführung steigende Fallzahlen und Deckungsbeiträge erwirtschaften.
1999 wurde zu Ehren von Erich Langer auf der dermatologischen Station 97 eine bronzene Wandtafel enthüllt, die von der Kurt Hermal GmbH und dem Verleger Eduard Grosse IV gestiftet wurden. 2002 startete unter der wissenschaftlichen Leitung von Peter Kohl eine Vorlesungsreihe, die Heinrich Tellers Namen trägt [28] und von Uwe Hillen weitergeführt wird.
Im Rahmen der 51. Tagung der DDG wurde Peter Kohl im April 2021 für seine fast 40-jährigen Aktivitäten auf dem Gebiet der Venerologie mit der „Schaudinn-Hoffmann-Plakette“ geehrt [29]. Nach dem Eintritt in den Ruhestand arbeitet Peter Kohl in einer dermatologischen Privatpraxis am Kurfürstendamm.
Seit 2017: Uwe Hillen
Uwe Hillen ([Abb. 5]) studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er begann seine berufliche Tätigkeit am Zentrum für Pathologie und Rechtsmedizin, Abteilung für Pathologie, der Universität Ulm. 1991 wechselte er an das Universitätsklinikum Essen und absolvierte bei Manfred Goos (1938–2018) seine Facharztweiterbildung. Nach seiner Habilitation 2008 unter dem Ordinariat von Dirk Schadendorf wurde er 2017 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung der Klinik für Dermatologie und Venerologie in Neukölln.


Unter der Leitung von Uwe Hillen wurde die Bibliothek zu einem modernen Besprechungsraum umgestaltet. Auch die Lichtabteilung wurde umgebaut und im Ambulanzbereich räumliche Veränderungen vorgenommen, die durch die Neueröffnung einer Praxis für Dermatologie mit Dermatohistologie des Vivantes MVZ (Medizinisches Versorgungs-Zentrum) erforderlich wurden. MVZ und Klinik arbeiten eng zusammen, der ärztliche Dienst ist teilweise sektorenübergreifend tätig. Diese Zusammenarbeit wirkt sich insbesondere bei der Versorgung von Patienten mit fortgeschrittenen und seltenen Tumoren und schweren Hauterkrankungen vorteilhaft aus. Moderne biopharmakologische und immuntherapeutische einschließlich immunonkologischer Therapieansätze können mit der bewährten dermatologischen Komplextherapie kombiniert und zum Nutzen der Patienten eingesetzt werden.
Außerdem ist ein neuer Dermatosonografie-Raum und ein professionell ausgerüstetes Fotolabor für die klinische Fotodokumentation entstanden.
Am Vivantes Klinikum Neukölln ([Abb. 6]) entsteht zurzeit ein Erweiterungsneubau mit Hubschrauberlandeplatz, das aktuell größte Krankenhaus-Bauprojekt der Stadt Berlin [30]. Am 9. März 2022 konnte das Richtfest gefeiert werden, die Fertigstellung ist bei bisher planmäßigem Baufortschritt 2024 zu erwarten. Für die teils denkmalgeschützten Pavillons sind ebenfalls umfangreiche Sanierungsmaßnahmen vorgesehen.


Die fachlichen Schwerpunkte von Uwe Hillen sind Dermatoonkologie, Dermatohistologie und Allergologie. Besonders die Weiterentwicklung der Dermatoonkologie in Neukölln war ein wichtiges Anliegen von Uwe Hillen. Die erfolgreiche Entwicklung und Ausrichtung der Klinik spiegelt sich in mehreren Ärzteumfragen der Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ wider. Die Hautklinik Neukölln erhielt seit 2018 kontinuierlich in den alle 2 Jahre stattfindenden Erhebungen die Auszeichnung „Beste Empfehlung“ für die Therapie bei Hautkrebs sowie mehrfach weitere Auszeichnungen unter anderem für die Therapie der Psoriasis.
Gemeinsam mit den Vivantes Hautkliniken Berlin-Spandau und Berlin-Friedrichshain wurde das erste deutsche standortübergreifende Hauttumorzentrum aufgebaut, das 2019 erfolgreich zertifiziert wurde. Im Jahr 2021 wurde das „Cancer Center Berlin Neukölln“ als onkologisches Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) ebenfalls zertifiziert. Zudem bringt sich die Klinik aktiv in die Entwicklung dermatoonkologischer Leitlinien und in die Komitees der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie ein [31] [32] [33] [34] [35].
Ein wichtiger Teilbereich der Neuköllner Hautklinik ist das Dermatohistologie-Labor, das einzige innerhalb der Vivantes-Dermatologien. Drei Fachärzte der Klinik besitzen die Zusatzqualifikation Dermatohistologie, darunter zwei Operateure, wodurch Operation, Zuschnitt und Befundung aus einer Hand erfolgen können, was insbesondere für die MKC optimal ist. Zusätzlich zur Bearbeitung von Gewebeproben stationärer und teilstationärer Patienten, konnte auch die Kapazität für histologische Einsendungen gesteigert werden.
Ein engagiertes Klinik-Team gestaltet den Klinikalltag der Hautklinik Neukölln. Oberarzt Stephan Nekwasil und Oberärztin Caren Wehrmann bilden gemeinsam das dermatochirurgische Oberarztteam. Mit Oberarzt Felix Kiecker, der viele Jahre am Hauttumorzentrum der Charité tätig war, wurde das dermatoonkologische Team durch einen erfahrenen Melanomtherapeuten verstärkt. Oberärztin Susanne Buder, langjährige Mitarbeiterin von Peter Kohl, übernahm die Leitung der Tagesklinik, die wegen starker Frequentierung auf 15 Plätze erweitert wurde. Susanne Buder ist auch verantwortlich für das mykologische Labor der Klinik. Außerdem leitet sie das Konsiliarlabor für Gonokokken, das zusätzlich zu dem Standortlabor in der Klinik ein weiteres Labor am Robert Koch-Institut erhielt, an dem Susanne Buder als Laborleiterin bereichsübergreifend tätig ist.
Die Weiterbildung liegt Uwe Hillen wie bereits allen seinen Vorgängern sehr am Herzen. Die Assistenzärzte der Klinik wechseln im Rahmen der Facharztausbildung in einem Rotationssystem in alle Fachbereiche, um die Gesamtheit des Fachgebietes kennen zu lernen und Kompetenzen aufzubauen. Außerdem werden im Rahmen des dermatopathologischen Klinikschwerpunktes klinisch-histologische Falldemonstrationen durchgeführt und das klinische Bild in Zusammenhang mit den histologischen Befunden gemeinsam am Brückenmikroskop diskutiert.
2022 wurde erstmals mit einer Hautarztpraxis ein gemeinsames Weiterbildungskonzept für das in der Berliner Weiterbildungsordnung verankerte „ambulante Jahr“ realisiert. Im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurden im Oberarztbereich Teilzeittätigkeiten realisiert, u.a. arbeiten eine Kollegin und ein Kollege wochenweise alternierend, mit einem festen gemeinsamen Tag pro Woche.
Im November 2019 richtete die Klinik die Tagung der Deutschen Kontaktdermatitis-Gruppe aus. Die Heinrich Teller-Vorlesungsreihe wird von Uwe Hillen fortgeführt. Die bereits 19. Heinrich-Teller-Vorlesung fand am 7. September 2022 statt.
Seit 2020 und bis heute prägt die Sars-CoV-2-Pandemie den Klinikalltag. Dies traf auch die Hautklinik Neukölln. Zeitweise wurde das gesamte pflegerische Personal der dermatologischen Klinik zur COVID-Versorgung in die zentralen Krankenhausbereichen eingesetzt. Trotz dieser Schwierigkeiten konnten durch gemeinsame Anstrengungen des gesamten Ärzte-, Pflege- und Funktionsteams alle Patienten mit schweren Haut- und Tumorerkrankungen fürsorglich betreut und fachgerecht versorgt werden.
Dieser historische Abriss zeigt, dass die Klinik für Dermatologie und Venerologie am Vivantes Klinikum Neukölln seit ihrer Gründung stets dem Wohl der Patienten verpflichtet war und dass sich alle Klinikleiter mit ihren Teams mit hohem Engagement auch unter schwierigsten Bedingungen erfolgreich für die gute Betreuung der Patienten, das wissenschaftliche Arbeiten, die Weiter- und Fortbildung und somit insgesamt für die Weiterentwicklung der Klinik einsetzten.
Die 100-jährige Klinikgeschichte wird im November 2027 durch ein Jubiläums-Symposium gewürdigt werden, das nicht nur Rückblick, sondern auch Ansporn für die Zukunft sein wird.
Interessenkonflikt
Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
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Literatur
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- 34 Leiter U, Heppt MV, Steeb T. et al. S3-Leitlinie „Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut“ – Kurzfassung, Teil 2: Epidemiologie, chirurgische und systemische Therapie des Plattenepithelkarzinoms, Nachsorge, Prävention und Berufskrankheit. J Dtsch Dermatol Ges 2020; 18: 400-413
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Publication History
Article published online:
24 October 2022
© 2022. Thieme. All rights reserved.
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Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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