Die häufigste Ursache für den nicht traumatischen außerklinischen Kreislaufstillstand
(Out of Hospital Cardiac Arrest, OHCA) ist das akute Koronarsyndrom. Die Koronarangiografie
(PCI) reduziert dabei als diagnostische und therapeutische Methode der Wahl die Morbidität
und Mortalität. Zur optimalen Behandlung von Patienten mit OHCA wird die Behandlung
in sog. „cardiac arrest centers“ empfohlen, wobei hier eine 24-h-PCI-Bereitschaft
vorgehalten wird. Während beim ST-Hebungsinfarkt bereits gezeigt werden konnte, dass
sich die schnelle PCI günstig auf die Prognose auswirkt, ist beim OHCA noch unklar,
ob der direkte Transport zu einem Krankenhaus mit PCI-Möglichkeit (KH mit PCI) einen
Überlebensvorteil bringt bzw. welche Patientensubgruppen, (z. B. defibrillierbarer
Rhythmus oder präklinisches ROSC) von einem direkten Transport profitieren. Da der
OHCA eine zeitkritische Erkrankung ist, stellt sich auch die Frage, um wieviel länger
die Transportzeit in ein KH mit PCI sein darf, um einen Überlebensvorteil für den
Patienten zu ermöglichen.