Klin Monbl Augenheilkd 1990; 196(6): 456-459
DOI: 10.1055/s-2008-1046223
© 1990 F. Enke Verlag Stuttgart

Einfluß und Zusammenhang verschiedener Risikofaktoren bei der Entstehung der Retinopathia praematurorum

Eine retrospektive Studie an 338 FrühgeborenenInfluence of Different Risk Factors on the Development of Retinopathy of PrematurityH. Becker1 , K. Lieser2 , K. Heller3
  • 1Augenklinik der Bundesknappschaft Sulzbach/Saar (Leiter Prof. Dr. U. Mester)
  • 2Univ.-Augenklinik Homburg/Saar (Direktor: Prof. Dr. H. J. Schlegel)
  • 3Univ.-Kinderklinik Neunkirchen-Kohlhof/Saar (Direktor: Prof. Dr. U. Keuth)
Further Information

Publication History

Manuskript erstmals eingereicht 14.12.1988

Zur Publikation in der vorliegenden Form angenommen 20.6.1989

Publication Date:
11 February 2008 (online)

Zusammenfassung

In einer retrospektiven Studie wurden die Untersuchungsergebnisse von 338 Frühgeborenen und Risikokindern ausgewertet. Dabei wurden ophthalmologische und pädiatrische Parameter auf ihren statistischen Zusammenhang mit dem jeweils erreichten RPM-Stadium geprüft. Als wesentliche Faktoren bei der Entwicklung höherer RPM-Stadien erwiesen sich niedriges Gestationsalter, häufige Sauerstoffabfälle und geringes Geburtsgewicht. Ein geringer Einfluß läßt sich für Vitamin E-Behandlung, Beatmungsdauer und Transfusionen zeigen. Mehrlingsgeborene zeigten ebenso wie ein bestimmtes Geschlecht kein erhöhtes Risiko. Die Kryotherapie scheint einen positiven Einfluß zu haben, sie ist jedoch bei kleiner Fallzahl in dieser Studie statistisch nicht bewertbar.

Summary

The statistical significance of ophthalmological and pediatric findings in the development of retinopathy of prematurity (ROP) was evaluated in a retrospective study of 338 premature infants. Short gestation time, frequent hypoxia, and low birthweight were strongly correlated with advanced stages of ROP. The influence of Vitamin E treatment, duration of oxygen therapy, and need for transfusions was less significant. Neither multiple births nor the infant's sex had any influence on the development of ROP. Cryotherapy appears to reduce ROP, but the number of cases in the present study was too small to permit statistical analysis.