Ultraschall in Med 2007; 28 - P_1_17
DOI: 10.1055/s-2007-988894

Stellenwert der perkutanen Punktion beim Nachweis pathologischer Kokarden im Gastrointestinaltrakt und negativer Endoskopie

AK Mueller 1, U Will 1
  • 1SRH Waldklinikum Gera, Medizinische Klinik 3, Gera, Germany

Die Endoskopie gilt als Goldstandard im Nachweis von Tumoren des Gastrointestinaltrakts. Pathologische Befunde, besonders im Dünndarm, sind häufig einer konventionellen endoskopischen Untersuchung und Biopsie nicht zugänglich. In diesen Fällen wäre die Doppelballonendoskopie bei klinischem oder sonographischem Verdacht auf Tumoren im Gastrointestinaltrakt indiziert.

Seit 2003 wurde in unserer Klinik bei 12 Patienten mit sonographisch dokumentierten tumorösen Darmveränderungen bei unauffälliger bzw. inkompletter Endoskopie eine perkutane Feinnadelbiopsie unter Ultraschallkontrolle durchgeführt. Post punctionem traten keine Komplikationen auf. Bei 11 von 12 Untersuchungen konnten die Tumorentität durch die Histologie gesichert und die Patienten einer weiteren Therapie zugeführt werden.

Die perkutane Punktion stellt eine wertvolle Ergänzung in der differentialdiagnostischen Abklärung tumoröser Darmveränderungen dar, vor allem, wenn die endoskopischen Untersuchungen ohne Resultat sind. Die Feinnadelpunktion kann die diagnostische Kaskade erheblich abkürzen.