Endoskopie heute 2007; 20(4): 251-257
DOI: 10.1055/s-2007-981352
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Endoskopische Therapie kolorektaler Neoplasien

Endoscopic Therapy of Colorectal NeoplasiasW. Schmitt1 , J. Gospos1 , M. Dollhopf1
  • 1Medizinische Abteilung, Krankenhaus München-Neuperlach
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Publication Date:
21 December 2007 (online)

Einleitung

Kolorektale Polypen gehören zum Alltag des praktisch tätigen Gastroenterologen. Ihre Häufigkeit ist altersabhängig, so hat jeder dritte Patient über 50 Jahre Darmpolypen [1]. Die Mehrzahl der Polypen ist klein: 60 % sind kleiner als 5 mm, ca. 30 % sind 5 - 10 mm groß [2], nur 6 - 10 % sind große Polypen mit > 1 cm Durchmesser [3]. Bei über zwei Drittel aller Kolonpolypen handelt es sich um neoplastische Polypen (Adenome alter Nomenklatur, niedriggradige intraepitheliale Neoplasie nach neuer Nomenklatur) [4] [5]. Diese sind aufgrund der Adenom-Karzinom-Sequenz zu entfernen. Die Karzinomrate in Adenomen ist von der Größe der Adenome abhängig [5] [6].

Eine rechtzeitige Entfernung von Adenomen senkt die Inzidenz nachfolgender kolorektaler Karzinome [7] deutlich. Aufgrund der Häufigkeit des Kolonkarzinoms in Deutschland mit 60 000 Neuerkrankungen und 30 000 Todesfällen pro Jahr kommt der präventiven Adenomektomie eine große volkswirtschaftliche Bedeutung zu. Die Koloskopie als Vorsorgemaßnahme wird aber leider nur von einem geringen Prozentsatz der Bevölkerung und nicht einmal von den Risikogruppen, bei denen eine familiäre Belastung mit Darmkrebs besteht, ausreichend genutzt.

Die lokale endoskopische Therapie von Kolonpolypen ist die Therapie der Wahl. Sie ist auch etabliert bei der Entfernung von Adenomen mit Frühkarzinomen (sog. Polypenkarzinome) der sog. Low-Risk-Gruppe (s. u.).

Literatur

Prof. Dr. W. Schmitt

Städt. Klinikum München GmbH

Krankenhaus München-Neuperlach · Oskar-Maria-Graf-Ring 51

81737 München

Email: Prof.W.Schmitt@extern.lrz-muenchen.de

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