Akt Neurol 1992; 19: S12-S16
DOI: 10.1055/s-2007-1018071
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Neuropathologie und Neurophysiologie von Vigabatrin

Neuropathology and Neurophysiology of VigabatrinB. Zahner, H. Stefan
  • Neurologische Universitätsklinik Erlangen (Direktor: Prof. Dr. B. Neundörfer)
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Publication History

Publication Date:
30 January 2008 (online)

Summary

Vigabatrin causes intramyelinic edema in rodents and dogs in certain areas of the brain. Dogs who suffered from these neuropathologie alterations also had prolonged latencies in somatosensory and visually evoked potentials and showed changes in the MRI scans of their brains. Therefore, evoked potentials and MRI examinations can be used in humans in order to notice possible toxic effects under the influence of vigabatrin in an early stage. Up to now, neither micro-vacuolization nor any influence of vigabatrin on the electrophysiological examinations was found in humans.

Zusammenfassung

Vigabatrin ruft bei Nagetieren und Hunden bevorzugt in bestimmten Hirnarealen eine Mikrovakuolenbildung hervor. Bei Hunden mit dieser neuropathologischen Veränderung findet sich eine Verlängerung der Latenzen von SEPs und VEPs, daneben fielen magnetresonanztomographische Veränderungen auf. Evozierte Potentiale und MRT-Untersuchungen wurden daher auch beim Menschen eingesetzt, um eventuelle toxische Nebenwirkungen einer Vigabatrintherapie am ZNS zu erfassen. Bisher wurden bei Erwachsenen jedoch weder Hinweise auf eine Mikrovakuolisierung noch ein nennenswerter Einfluß auf elektrophysiologische Untersuchungen beobachtet.