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DOI: 10.1055/s-2007-1004480
Schwere Augenverätzung: – drei Krankheitsverläufe – erste Behandlungsversuche mit Avastin
Hintergrund: Laugenverätzungen führen häufig zu schweren Komplikationen und langfristigen Reizzuständen. Höchst wichtig ist die unverzügliche Erstversorgung der Patienten sowie die engmaschige Betreuung im Verlauf.
Methode: Aus dem Gesamtpatientengut von Verätzungen werden drei Patienten mit schweren Kolliquationsnekrosen durch Laugenverätzungen über einen Zeitraum von 11–32 Monate in der AKM vorgestellt, bei denen unter anderem Avastin eingesetzt wurde. Die konservativen und chirurgischen Maßnahmen werden dargestellt.
Ergebnisse: Die Erstversorgung von zwei Patienten erfolgte in der AKM, ein Patient kam 51 Tage nach auswärtiger Erstversorgung. Ein Patient erhielt zweimalig eine perforierende Keratoplastik, alle drei Patienten subkonujnktivale Avastin-Injektionen, zwei Patienten Avastin-Augentropfen, um der Konjuktivalisation und Vaskularisation der Hornhaut entgegen zu wirken. Es wurden befundabhängig Revisions-Operationen bei Symblephara sowie Amnionaufnähungen bei therapieresistenen Hornhaut-Epitheldefekten durchgeführt. Zwei Patienten erhielten Avastin-Augentropfen.
Schlussfolgerung: Die langfristige Behandlung von Augen-Verätzungen stellt eine große Herausforderung an den betreuenden Augenarzt dar. Verschiedene Therapieoptionen mittels Lokaltherapeutika und operativen Eingriffen können erforderlich sein. Trotzdem können die funktionellen und anatomischen Ergebnisse unbefriedigend sein. Von größter Bedeutung ist die adäquate Erstversorgung.