Klin Monbl Augenheilkd 2007; 224 - V6
DOI: 10.1055/s-2007-1004445

Was kann „Monovision“ zur Presbyopiebehandlung beitragen?

H Bleckmann 1
  • 1Berlin – Augenzentrum DRK-Kliniken Westend

Hintergrund: Für den Akkommodationsverlust werden nicht chirurgische und interventionelle Verfahren angeboten. Im Vordergrund steht bei der Kataraktoperation die Auswahl von bifokalen IOLs bzw. der Anisometropie als Monovision. Methoden: Ingesamt wurden 18 Patienten 6 Monaten nach bilateraler Kataraktextraktion mit induzierter Myopisierung von -1,50 D auf dem nicht führenden Auge erneut untersucht mit dem Ziel die Verträglichkeit der Anisometropie zu dokumentieren. Neben der präoperativ berechneten und postoperativ erreichten Refraktion und Sehschärfe sind besonders Binokularfunktionen mithilfe des Random Dot- und NAT-Tests der Patienten untersucht worden.

Ergebnisse: Mit steigender Aneiskonie werden Bildgröße und Stereosehen verändert, ohne dass eine Beeinträchtigung der Nahsehschärfe empfunden wird. Schlussfolgerung: Durch unterschiedliche Neuroadaptioen werden vermutlich eher interokulare als intraokulare visuelle Akzeptanz bevorzugt.