Notfall & Hausarztmedizin (Hausarztmedizin) 2005; 31(7/08): B 321
DOI: 10.1055/s-2005-872354
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Ambulant und nebenwirkungsarm - Neue orale Therapieoption bei Leishmaniasis

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Publication Date:
16 August 2005 (online)

 

Nach WHO-Angaben kommt die Leishmaniasis in 88 Ländern dieser Welt vor, etwa 12 Millionen Menschen sind mit den parasitären Einzellern infiziert. Die verschiedenen Leishmanienarten haben eine unterschiedliche regionale Verbreitung und rufen drei verschiedene Krankheitsbilder hervor: die viszerale Leishmaniasis (Kala-Azar, Dumdum-Fieber) kommt hauptsächlich in Indien, Nepal, Bangladesch, Sudan und Brasilien vor. Die kutane Leishmaniasis (Orientbeule) tritt vorwiegend in Südamerika, dem nahen Osten und in Afghanistan auf. Die mukokutane Leishmaniasis (Espundia) kommt hauptsächlich in Südamerika vor.

Leitsymptome der kutanen Leishmaniasis sind noduläre oder ulzerative Hautinfektionen, bei der viszeralen Leishmaniasis treten Fieber, Hepatosplenomegalie und Anämie auf. Bei Verdacht auf Leishmaniasis ist eine gründliche Reiseanamnese wichtig. Dabei sind nicht nur Tropen und Subtropen, sondern auch Mittelmeerländer denkbar. Bei Immunsuppression sind auch Aufenthalte zu berücksichtigen, die Jahre zurückliegen.

Literatur

1 Impavido®, Zentaris GmbH, Frankfurt

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