Akt Neurol 2006; 33(3): 124-129
DOI: 10.1055/s-2005-867059
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Medikamenten- und toxininduzierte Myopathien

Drug- and Toxin-Induced MyopathiesV.  Fürer1 , H.  Reichmann1
  • 1Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden
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Publication Date:
19 December 2005 (eFirst)

Zusammenfassung

Myopathien können durch eine Vielzahl von Medikamenten und Toxinen hervorgerufen werden. Ihre Inzidenz ist nicht bekannt, aufgrund häufiger subklinischer Verläufe ist jedoch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Das frühe Erkennen dieser Myopathien ist für den Krankheitsverlauf entscheidend, da sie nach Absetzen des auslösenden Agens meist reversibel sind. Die Symptomatik reicht von leichten Muskelschmerzen bis hin zu schweren Paresen und Plegien. Als potenziell tödliche Komplikation kann sich eine Rhabdomyolyse mit einem akuten Nierenversagen entwickeln. Die zugrunde liegenden Pathomechanismen sind bisher nur unvollständig geklärt. Der Schwerpunkt des vorliegenden Artikels liegt auf der Beschreibung der häufigsten medikamenten- und toxininduzierten Myopathien und ihrer bisher beschriebenen pathophysiologischen Hintergründe.

Abstract

Multiple drugs and toxins can cause myopathy. The exact incidence is unknown. Due to various subclinical forms one has to consider a high number of undetected cases. Early diagnosis is important, because these myopathies are potentially reversible on removal of the offending substance. Symptoms vary from mild muscle pain to severe muscle weakness. Rhabdomyolysis and renal failure are potentially lethal complications. The underlying mechanisms are not completely understood. This article focusses on the definition of the most common drug- and toxin-induced myopathies and gives an overview of their possible pathophysiology.

Literatur

Dr. med. V. Fürer

Klinik und Poliklinik für Neurologie · Universitätsklinikum Carl Gustav Carus · Technische Universität Dresden

Schubertstraße 62

01307 Dresden

Email: Verena.Fuerer@neuro.med.tu-dresden.de