ZFA (Stuttgart) 2005; 81(7): 284-288
DOI: 10.1055/s-2005-836668
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Berufszufriedenheit von Allgemeinärzten in Deutschland und Frankreich - eine vergleichende Untersuchung in 3 Großstädten

Professional Satisfaction of General Practitioners - A Comparative Analysis in 3 Large CitiesH.-M. Schäfer1 , H. Krentz2 , R. Harloff1
  • 1Fachbereich Allgemeinmedizin Universität Rostock
  • 2Institut für Medizinische Informatik und Biometrie der Universität Rostock
Further Information

Publication History

Publication Date:
19 July 2005 (online)

Zusammenfassung

Hintergrund: 1999 haben Bovier und Pernegger in Genf einen mehrsprachigen Fragebogen zur Berufszufriedenheit von Ärzten entwickelt. Darin können Ärzte ihre Berufszufriedenheit für mehrere Teilbereiche auf einer Skala von 1 (sehr unzufrieden) bis 7 (sehr zufrieden) einstufen.

Methoden: Mit Hilfe desselben Fragebogens wurde im Mai 2004 ein Vergleich der Berufszufriedenheit zwischen den niedergelassenen Allgemeinärzten der etwa gleich großen Städte Rostock, Ulm und Tours (Frankreich) angestellt. Auch demographische Daten (Alter, Geschlecht, Praxisform) wurden erhoben und verglichen.

Ergebnisse: Insgesamt wurde die Berufszufriedenheit positiv beurteilt. Signifikante Unterschiede zwischen den 3 Städten ergaben sich sowohl bei den demographischen Daten, der Form der Praxisausübung als auch hinsichtlich zahlreicher Teilbereiche der Berufszufriedenheit. Insbesondere sind selbstständige Behandlungsmöglichkeit, Vergütung und Gesamtbeurteilung der Berufszufriedenheit in Frankreich signifikant höher bewertet als in Deutschland.

Schlussfolgerungen: Aus den im Rahmen quantitativer Forschung erhobenen, zum großen Teil signifikanten Daten, ergeben sich interessante Fragestellungen für eine weitere qualitative Forschung und Analyse.

Abstract

Background: In 1999 a bilingually verified questionnaire regarding professional satisfaction of medical practitioners was developed by Bovier and Pernegger in Switzerland.

Methods: Using the same questionnaire, all general practitioners in the large cities Rostock, Ulm and Tours (France) have been contacted and examined.

Results: Overall, the three groups, the respondents evaluated their situation positively. There was a particular significant concordance but we also found differences between the 3 groups of physicians. Remarkable differences were observed in the aspects of fee, individual treatment of patients and several other aspects of professional happiness as well as in the age- and gender distribution within the 3 compared cities.

Conclusion: An interesting field of qualitative examinations is given by this amount of significant differences within the quantitative results.

Literatur

Dr. med. Hans-Michael Schäfer

Fachbereich Allgemeinmedizin der Universität Rostock

Doberaner Str. 140

18057 Rostock

Email: schaeferzingst@aol.com

    >