Notfall & Hausarztmedizin (Hausarztmedizin) 2004; 30(4): B 177
DOI: 10.1055/s-2004-829627
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Selbstmedikation kann zu Unterbehandlung führen

AllergienPetra Brodbeck1
  • 1Ellwangen/Jagst
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Publication Date:
17 June 2004 (online)

Bei der Selbstmedikation allergischer Erkrankungen kann es zu einer Unterbehandlung kommen, so Prof. Gerhard Schultze-Werninghaus, Bochum. Schuld daran sind meist die mangelnde Wirksamkeit der Medikamente, Kostengründe oder falsche Selbsteinschätzung des Patienten. Bei der allergischen Rhinitis droht bei Unterbehandlung ein Etagenwechsel zum Asthma bronchiale oder einer chronischen, eventuell polypösen Rhinopathie. Für Schultze-Werninghaus ist eine konsequente Therapie hier wichtig.

Hohe Patientenzufriedenheit mit Desloratadin

Eine hohe Patientenzufriedenheit bei allergischer Rhinitis garantiert laut Prof. Ralph Mösges, Köln, der Wirkstoff Desloratadin[1]. Er gilt als hochpotentes Antihistaminikum der 3. Generation und zeichnet sich vor allem durch seine starke antiinflammatorische Wirkung aus.

Orale Antihistaminika sind in der Behandlung der allergischen Rhinitis Mittel der ersten Wahl. Häufigste Nebenwirkung ist jedoch die Sedierung, stellte Prof. Claus Bachert, Gent/Belgien, fest. Auch er empfiehlt hier den Wirkstoff Desloratadin, da in therapeutischer Dosierung bisher keine negativen sedierenden Effekte festgestellt wurden. Unbedenklich sei die Substanz auch bezüglich der Kardio- und Hepatotoxizität und der Teratogenität. Ältere Patienten und Kinder ab zwei Jahren profitieren besonders von der Verträglichkeit des Wirkstoffs. „Desloratadin weist keine speziellen Nebenwirkungen auf, auch nicht bei Risikogruppen”, so Bachert.

Quelle: Pressekonferenz „Aerius® verhindert die Gefahren der Selbstmedikation bei Allergien”, Februar 2004 in Weimar, Veranstalter: essex pharma GmbH, München.

1 Aerius®, essex pharma GmbH

Petra Brodbeck

Ellwangen/Jagst

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