Notfall & Hausarztmedizin (Hausarztmedizin) 2004; 30(1): 30-33
DOI: 10.1055/s-2004-827094
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Dysphagie in der phoniatrischen und HNO-ärztlichen Praxis - Medikamentöse, chirurgische und Übungstherapie

G. Schade1
  • 1Poliklinik für Hör-, Stimm- und Sprachheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Direktor: Prof. Dr. M. Hess)
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Publication Date:
10 May 2004 (online)

Zusammenfassung

Dysphagische Beschwerdebilder gehören zu den häufigsten Krankheiten überhaupt und spielen auch in der Sprechstunde des Phoniaters und HNO-Arztes eine wichtige Rolle. Dabei kommt eine Vielzahl von Erkrankungen aus den Bereichen der unterschiedlichsten medizinischen Spezialdisziplinen als Ursache von Schluckstörungen in Betracht. Aus diesem Grunde ist häufig ein interdisziplinäres Vorgehen bei der Diagnostik und Therapie von Dysphagien notwendig.

Im HNO-Bereich wird zunächst eine spezielle Schluckanamnese durchgeführt, bevor nach einer allgemeinen klinischen Untersuchung spezielle Untersuchungsverfahren wie die videoendoskopisch kontrollierte Farbschluckuntersuchung zur Anwendung kommen. Bei der Therapie von Schluckstörungen unterscheidet man medikamentöse und chirurgische Verfahren von Übungstherapien, die nach restituierenden, kompensatorischen und adaptativen Verfahren unterschieden werden. Um Patienten mit dysphagischen Störungsbildern adäquat helfen zu können, ist die Vorstellung bei einem spezialisierten Arzt unumgänglich, der eine entsprechende Diagnostik veranlasst und koordiniert und eine spezifische Therapie einleiten kann.

Summary

Dysphagic complaints are among the most common illnesses and play a major role in the consulting rooms of the phoniatrics specialist and ENT specialist. Since numerous diseases from a wide range of medical specialties may give rise to swallowing disorders, and interdisciplinary approach is often necessary for the diagnosis and treatment.

The ENT specialist will first establish a special swallowing anamnesis, followed by a general clinical examination before resorting to such specific examination procedures as video-endoscopic-controlled deglutition studies using contrast media. With regard to treatment, a differentiation is made between medical and surgical measures on the one hand, and training therapies comprising restorative, compensatory and adaptive measures on the other. In order to provide dysphagic patients with adequate help, the services of a specialist who can initiate and coordinate appropriate diagnostic measures and specific treatment are indispensable.

Literatur

Anschrift des Verfassers

Dr. med. Götz Schade

Poliklinik für Hör-, Stimm- und Sprachheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Martinistr. 52

20246 Hamburg

Fax: 040/42803-6814

Email: g.schade@uke.uni-hamburg.de

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