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DOI: 10.1055/s-2004-820212
Vitrektomie mit oder ohne Phakoemulsifikation bei Makulaforamen?
Hintergrund: Bei idiopatischen Makulaforamen kann eine Pars-plana-Vitrektomie (ppV) mit und ohne gleichzeitiger Phakoemulsifikation durchgeführt werden.
Patienten und Methoden: In einer retrospektiven Studie untersuchten wir 82 Patienten (85 Augen) mit idiopatischem Makulaforamen. Bei alle Patienten wurden eine ppV und konsekutive Entfernung der „inner limiting“-Membran (ILM) durchgeführt. Am Ende der Operation wurde Gas (C2H8) intravitreal appliziert. Der Nachbeobachtungszeitraum betrug <6 Jahre.
Ergebnisse: Sieben der 85 operierten Augen waren bereits vor der Operation pseudophak. Bei 26 Augen mit fortgeschrittener Katarakt erfolgte die ppV kombiniert mit einer Pkakoemulsifikation. Postoperativ musste von den 52 vitrektomierten phaken Augen 9 Mal wegen nicht verschlossenem Makulaloch eine zweite ppV kombiniert mit Kataraktoperation erfolgen. Von den verblieben 43 Augen blieben 20 phak und bei 23 Augen mussten im Nachbeobachtungszeitraum eine Phakoemulsifikation durchgeführt werden.
Schlussfolgerung: Bei phaken Augen mit deutlicher Katarakt sowie revitrektomierten Augen sollte eine kombinierte ppV mit Phakoemulsifikation durchgeführt werden. Sofern die Linsen aber initial nur incipient getrübt sind kann auf eine gleichzeitige Kataraktoperation verzichtet werden, da diese nur in 27% erforderlich ist.