Endoskopie heute 2003; 16(2): 94-102
DOI: 10.1055/s-2003-41949
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Neue Stenttechnologien im Gastrointestinaltrakt

Gastrointestinal Stenting - New TechnologiesK. E. Grund1 , C. Ackermann1
  • 1Chirurgische Endoskopie, Abt. für Allgemeinchirurgie, Universitätskliniken Tübingen
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Publication Date:
16 September 2003 (online)

Einleitung

Die Implantation von Stents hat im Gastrointestinaltrakt eine nunmehr 10-jährige Geschichte und gilt heute als Routineverfahren in der interventionellen Endoskopie [5] [8] [16] [23] [25] [27] [35] [40] [53] [59] [61] [67] [68] [70] [76].

Unter Stents verstehen wir selbstexpandierende Prothesen aus Metall (in jüngster Zeit auch aus Kunststoff) die im Gegensatz stehen zu den konventionellen, nicht selbstexpandierenden Prothesen wie sie als „Tubus” im Ösophagus über viele Jahre implantiert worden sind und heute noch in den Gallenwegen Anwendung finden.

Die ersten klinisch im Gastrointestinaltrakt verwendbaren Stents waren für den Ösophagus konstruiert [13] [22]; hier gilt die Stentimplantation inzwischen weltweit als „Goldstandard” für die Prothetik [8] [16] [25] [27]. In den Gallenwegen wird eine differenzierte Betrachtung empfohlen [52], obwohl auch hier selbstexpandierende Prothesen den konventionellen immer mehr den Rang ablaufen. Im restlichen Gastrointestinaltrakt gibt es noch keine ausreichenden Erfahrungen, um das Verfahren der Stentimplantation einer wirklich eindeutigen Bewertung zuführen zu können.

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit „neuen” Aspekten der Stentimplantation im Gastrointestinaltrakt auseinander, wobei aufgrund des sehr umfänglichen Themas das biliopankreatische System sowie das Tracheobronchialsystem ausgespart bleiben müssen, da hier besondere anatomische, funktionelle und pathophysiologische Verhältnisse herrschen.

Grundlage dieser Übersicht sind neben einer aktuellen Literaturanalyse die eigenen klinischen Erfahrungen bei einer großen Zahl von Patienten und Implantationen, sowie eigene Ergebnisse in der Grundlagenforschung und angewandten Forschung bei der experimentellen Stententwicklung [33].

Literatur

Prof. Dr. med. K. E. Grund

Chirurgische Endoskopie · Universitätskliniken

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