Ernährung & Medizin 2017; 32(03): 105-108
DOI: 10.1055/s-0043-116347
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Haug Verlag in Georg Thieme Verlag KG Stuttgart

Intestinale Dysbiosen erkennen und therapieren

Erweiterte Erkenntnisse durch metagenomische StuhluntersuchungenWolfgang Bayer, Karlheiz Schmidt
  • Labor Dr. Bayer im synlab MVZ Leinfelden-Echterdingen GmbH
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Publication Date:
30 August 2017 (online)

Zusammenfassung

Eine Dysbiose bezeichnet im Gegensatz zur Eubiose, Normobiose oder Symbiose Veränderungen der intestinalen Mikrobiota (früher als Darmflora bezeichnet), die mit krankhaften, häufig entzündlichen Symptomen korreliert ist. Ursachen einer Dysbiose sind z. B. eine Überwucherung mit pathogenen Keimen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, aber auch Einflüsse durch Arzneimittel wie Antibiotika, Kortikosteroide etc. Vielfältige weitere Wechselwirkungen sind zu berücksichtigen wie Ernährungseinflüsse, Genussgifte (Rauchen, Alkohol) sowie auch Wechselwirkungen mit dem Hormonsystem, dem Immunsystem, dem Nervensystem und vielen weiteren Regelkreisen.