Klin Monatsbl Augenheilkd 2017; 234(09): 1078-1079
DOI: 10.1055/s-0043-115047
Editorial
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Editorial zum „Hot Topic: OCT-Angiografie“

Hot Topic: OCT-Angiography
Daniel Pauleikhoff
1  Augenärzte am St. Franziskus Hospital, Hohenzollernring 74, 48145 Münster
,
Gabriele Lang
2  Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Augenheilkunde, Prittwitzstr. 43, 89075 Ulm
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
11. September 2017 (online)

Die OCT-Angiografie (OCT-A) ist eine neue nicht invasive diagnostische Methode, die eine differenzierte Darstellung der retinalen und in geringerem Ausmaß der chorioidalen Gefäße sowohl im gesunden als auch im erkrankten Zustand ermöglicht. Zahlreiche Hersteller bieten hierzu Geräte an. Die durch diese erzeugten Bilder von vaskulären Strukturen – primär wird der „Fluss“ oder „Flow“ dargestellt und nicht die Gefäße selbst – beruhen auf ähnlichen Grundprinzipien, unterscheiden sich aber unter anderem bezüglich der verwendeten OCT-Techniken (SD oder SS), Berechnungsalgorithmen und Bilddarstellungen (Segmentierungen). Zudem haben zum einen alle Geräte die gleichen „Probleme“ mit Artefakten, Strukturspiegelungen usw., die bei der Interpretation der Bilder unbedingt berücksichtigt werden müssen. Zum anderen sind die zugrunde liegenden Pathologien bei verschiedenen makulären Erkrankungen sehr unterschiedlich. Daher ist es sinnvoll, krankheitsspezifische Bilddarstellungs- und Analysestrategien zu entwickeln.