Ernährung & Medizin 2017; 32(03): 142-144
DOI: 10.1055/s-0043-114484
VFED
Haug Verlag in Georg Thieme Verlag KG Stuttgart

Jodmangel in der Schwangerschaft und Stillzeit

Roland Gärtner
  • Internist und Endokrinologe an der Universität München, Vorsitzender des Arbeitskreises Jodmangel e.V., Medizinische Klinik IV der Universität München
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Publication Date:
30 August 2017 (online)

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das für die Bildung der Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) benötigt wird. T3 und T4 beeinflussen entscheidend verschiedene Stoffwechselvorgänge, unter anderem den Energiehaushalt, den Herzrhythmus, den Blutdruck, das Wachstum und die Gehirnentwicklung ( Abb. [ 1 ]). Der menschliche Körper bildet Jod nicht selbst und muss es daher regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen. Entsprechend erhalten Föten und Säuglinge das Jod über die Plazenta bzw. die Muttermilch.