Akt Neurol 2015; 42(08): 482-484
DOI: 10.1055/s-0035-1552724
Debatte: Pro & Kontra
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Wertigkeit von systemischen alpha-Synuklein-Ablagerungen in der Diagnostik des idiopathischen Parkinson-Syndroms – Pro

Diagnostic Value of Systemic Alpha-Synuclein Deposits in Parkinson’s Disease – Pro
T. Siepmann
Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden
,
H. Reichmann
Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden
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Publication Date:
07 October 2015 (online)

Einleitung

Das idiopathische Parkinson-Syndrom zählt zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen mit Prävalenzen im europäischen Raum von mehr als 1 % bei über 65-Jährigen [1]. Der in Studien belegte Nutzen einer frühzeitigen Erkennung und verlaufsorientierten individualisierten Behandlung sowie die immer noch zu weiten Teilen ungeklärte Ätiopathogenese der Erkrankung verdeutlicht den Bedarf an neuen Biomarkern und diagnostischen Verfahren [2] [3]. Alpha-Synuklein ist ein pathophysiologisch bedeutsames Protein, welches das idiopathische Parkinson-Syndrom (Morbus Parkinson) charakterisiert und daher einen hilfreichen Marker zur Unterscheidung dieser Erkrankung von anderen neurodegenerativen Erkrankungen mit Parkinson-ähnlicher klinischer Manifestation, die durch abnormales Protein Tau charakterisiert sind (zum Beispiel: kortikobasale Degeneration, progressive supranukleäre Paralyse), darstellt.