Gesundheitswesen 2014; 76(08/09): 467
DOI: 10.1055/s-0034-1389940
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Veränderungspotentiale in Krankenhausorganisationen – Formalität und Informalität in nordostdeutschen Krankenhäusern

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Publikationsdatum:
10. September 2014 (online)

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Die Krankenhäuser in Deutschland befinden sich nicht zuletzt seit der Umstellung auf das pauschalierte Vergütungssystem der Diagnosis Related Groups (DRGs) im Zuge des Gesundheitsreformgesetzes (GKV-GRG) im Jahr 2000 in einem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld. Sie agieren in einem Spannungsfeld von qualitativ hochwertiger Versorgung der Patienten auf der einen Seite und ökonomisch notwendiger Effizienzverbesserungen auf der anderen Seite. Weitgehend unerforscht ist die Frage, welchen Einfluss informelle Aspekte in Veränderungsprozessen auf formale Strukturen in Krankenhäusern haben. Welche Auswirkungen haben informelle Initiativen auf Krankenhäuser? Welche informellen Aspekte können identifiziert werden? Wie durchdringen informelle Aspekte die formalen Strukturen einer Organisation und wie können sie in Abhängigkeit ihres Erfolgs institutionalisiert und damit formalisiert werden? Diese Fragen spielen bislang in Entscheidungsprozessen, insbesondere in Krankenhäusern eine nachgeordnete Rolle, weil sie noch weitgehend unerforscht sind. Vor diesem Hintergrund verfolgen Crojethovic et al. das Ziel, diese theoretischen Fragen „zum Verhältnis zwischen Formalität und Informalität“ (S. 8 f.) empirisch zu beleuchten.