Zeitschrift für Klassische Homöopathie 2014; 58(2): 92-99
DOI: 10.1055/s-0033-1357642
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© Karl F. Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG

Homöopathie und Frühromantik in Frankreich im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts

Olivier Faure
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Publication Date:
25 June 2014 (online)

Zusammenfassung

Ihre Anfänge erlebte die französische Homöopathie in einer Art Nebelwolke des Protests. Anhänger der Homöopathie praktizierten oder nutzten gleichzeitig den Magnetismus und fühlten sich von der Phrenologie F. J. Galls angezogen, wodurch ein medizinisches Umfeld entstand, das sich auf der Suche nach einer neuen Medizin befand. Dieselben Personen versuchten ebenso, eine neue Gesellschaft aufzubauen. Mehrere hingen dem Saint-Simonismus und dem Fourierismus an. Die Homöopathie begeisterte auch die Katholiken, die dem aufkommenden Materialismus entgegenwirken und Wissenschaft und Glauben versöhnen wollten.

Summary

French Homoeopathy had its beginning in a kind of wafts of mist of protest. Adherents of the method practiced or used magnetism simultaneously and felt attracted by F. J. Gall’s Phrenology, creating thus a medical sphere in search of a new medicine. Those same persons tried as well to establish a new society. Many of them followed Saint-Simonism and Fourierism. Homoeopathy also enthralled the Catholics who wanted to counteract the rising materialism and to reconcile science and belief.