Endoskopie heute 2011; 24(2): 130-132
DOI: 10.1055/s-0031-1271527
Editorial

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York

Untersuchung und Prävention von infektiösen Ausbrüchen bei der endoskopischen retrograden Cholangiopankreatikografie

Investigation and Prevention of Infectious Outbreaks During Endoscopic Retrograde CholangiopancreatographyL. F. Muscarella1
  • 1Research and Development, Custom Ultrasonics, Ivyland, Pennsylvania, USA
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Publication Date:
18 July 2011 (online)

Einleitung: Seitenblickendoskope

Gastrointestinale und andere flexible Endoskope können während ihres klinischen Einsatzes kon­taminiert werden. Deshalb ist eine rigorose und gründliche Reinigung, eine äußert effektive Desinfektion und Trocknung nach jedem Eingriff erforderlich, um die Übertragung potenziell infektiöser Agenzien zu verhindern [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] . Flexible Endoskope sind häufiger mit dokumentierten nosokominalen Infektionen assoziiert als jedes andere wiederverwendbare medizinische Instrument [1], mit großen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. Eine primäre Ursache für diesen auffälligen Unterschied ist die komplexe Konstruktion dieser Instrumente einschließlich der Beschaffenheit der Kanäle. Wegen ihrer komplexen Beschaffenheit, die sowohl für den Erfolg des Eingriffs als auch die Patientenzufriedenheit essenziell ist, sind nicht alle flexiblen Endoskope leicht wiederaufzubereiten [1].

Seitblickduodenoskope, die im oberen Gastrointestinaltrakt bei der ERCP verwendet werden, um Gallenwegs- und Pankreaserkrankungen erkennen und behandeln zu können, sind das beste Beispiel für ein flexibles Endoskop, dessen Konstruktion dieses Spannungsverhältnis zwischen den Erfordernissen für eine Wiederaufbereitung und denen für eine optimale Funktion während des Eingriffs aufzeigt. Um eine Kontamination und eine Krankheitsübertragung während der ERCP zu verhindern, ist bei der Aufbereitung besonderes Augenmerk auf die inneren Oberflächen, die Ventile und die Kanäle flexibler Endoskope zu legen. Dies schließt den langen, engen Kanal für den Elevatorseilzug ein, der schwierig zu reinigen ist [2] [3] [4] [5] [7] . 

Literatur

Prof. Dr. H.-J. Schulz

Sana Klinikum Lichtenberg · Klinik für Innere Medizin I · Gastroenterologie

Fanningerstraße 32

10365 Berlin

Email: hj.schulz@sana-kl.de

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