DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie 2011; 9(01): 25-29
DOI: 10.1055/s-0030-1250693
DO | praxis
Karl F. Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG Stuttgart

Osteopathische Interventionen bei Erkrankungen der Prostata

Sylvia Marx
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Publication Date:
07 February 2011 (online)

50 % der über 60-jährigen und 90 % der über 80-jährigen Männer leiden an einem benignen Prostatasyndrom (BPS). Nahezu jeder 10. Mann erkrankt im Lauf seines Lebens an einem Prostatitissyndrom: Aus Sicht der Schulmedizin ist insbesondere die Pathogenese des Prostatitissyndroms unklar, die Therapieerfolge für die unter urogenitalen, perinealen und perianalen Beschwerden leidenden Patienten werden als limitiert bezeichnet. Dies ist Anlass genug, um die nebenwirkungsarmen Therapieoptionen der Osteopathie [6] zu prüfen.

Laut aktueller Nomenklatur handelt es sich beim BPS um eine Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie: BPH), die mit Miktionsstörungen einhergeht. Als Prostatitissyndrome werden entzündliche Formen (akute und chronische bakterielle Prostatitis) und nichtentzündliche chronische Schmerzsyndrome (Chronic pelvic pain syndrome [CP/CPPS]) bezeichnet, die subjektiv einen erheblichen Leidensdruck verursachen.