Ernährung & Medizin 2010; 25(1): 15-19
DOI: 10.1055/s-0030-1248849
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Antientzündliche Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren

Wolfgang Bayer
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Publication Date:
17 March 2010 (online)

Zusammenfassung

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA; Omega-3) und Arachidonsäure (AA; Omega-6) sind Ausgangssubstanzen für die Bildung von Eicosanoiden, hormonähnlichen Mediatoren, die u. a. eine wesentliche Rolle in der Immunregulation spielen. Während aus AA überwiegend proinflammatorische Eicosanoide gebildet werden, führt EPA zur Bildung wenig bzw. antiinflam­matorischer Eicosanoide. Das Gleichgewicht AA/EPA spielt daher eine wesentliche immunologische Rolle, vor allem auch bei chronisch entzündlichen Erkrankungen mit autoimmuner Komponente. EPA ist zusammen mit Docosahexaensäure (DHA) reichlich in fetten Fischen bzw. in Nahrungsergänzungen auf der Basis von Fischöl enthalten. Zusätzliche Gabe von Fischöl zeigt positive Wirkungen bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis und Morbus Crohn.

Literatur

Dr. rer. nat. Wolfgang Bayer

Laboratorium für spektralanalytische und biologische Untersuchungen

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