Frauenheilkunde up2date 2009; 3(2): 105-117
DOI: 10.1055/s-0028-1098884
Geburtshilfe und Perinatalmedizin

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York

Nabelschnurkomplikationen und -anomalien

B. Haas, K.-O. Kagan, E.-M. Grischke, I. Kiefer, H. Abele
Further Information

Publication History

Publication Date:
16 April 2009 (online)

Kernaussagen

Nabelschnurkomplikationen sind selten, können aber den prä- und peripartalen Verlauf beeinträchtigen. Vorgeburtlich sollte vor allem auf die Vasa praevia und die Insertio velamentosa geachtet werden, da diese zu schwerwiegenden Blutungen unter der Geburt führen können, die eine Notsektio erzwingen und mit einem schlechteren fetalen „Outcome” assoziiert sind. Peripartal sollte bei einem Nabelschnurvorfall oder einem Nabelschnurvorliegen mit pathologischem CTG die sofortige Entbindung angestrebt werden.

Andere Nabelschnurkomplikationen wie eine Nabelschnurumschlingung sind relativ häufig und erfordern in der Regel keine Intervention. Die gängigen peripartalen Überwachungsmaßnahmen sind gut geeignet, um das fetale Wohlbefinden zu sichern. Wie bei jeder Schwangerschaft sollte bei peripartal auffälligen Befunden die baldige Entbindung angestrebt werden.

Literatur

Dr. med. Bettina Haas

Universitäts-Frauenklinik Tübingen

Calwer Str. 7

72076 Tübingen

Email: [email protected]