psychoneuro 2008; 34(9): 439
DOI: 10.1055/s-0028-1091317
Blickpunkt

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York

Morbus Parkinson - Viele Tabletten, schlechte Compliance

Further Information

Publication History

Publication Date:
19 November 2008 (online)

 

Patienten, die am Idiopathischen Parkinson Syndrom (IPS) erkrankt sind, werden oft mit komplexen Therapieregimes konfrontiert, die ihnen die Einnahme einer Vielzahl an Tabletten abfordern. Schon in frühen Krankheitsstadien müssen durchschnittlich 3,2 Tabletten pro Tag eingenommen werden [1]. In fortgeschrittenen Krankheitsstadien erhöht sich die Anzahl auf 8,4 Tabletten. Liegen Komorbiditäten vor, steigt die Belastung auf durchschnittlich 19 Tabletten täglich [2].

Eine britische Studie weist auf eine signifikante Korrelation zwischen der einzunehmenden Menge an Tabletten und schlechter Compliance hin [3]. Bei immerhin einem Fünftel der untersuchten Parkinson-Patienten war die Medikamenteneinnahme unzureichend. Diese Gruppe nahm während des 3-monatigen Beobachtungszeitraums u. a. an weniger als einem Drittel der Studientage die korrekte Anzahl der verordneten Dosen ein, was einer Tagescompliance von nur 27 % entspricht. Auch beachteten sie die empfohlenen Zeitintervalle zwischen den einzelnen Dosen nur zu 11 %.

Literatur

  • 01 Fargel M . et al . Clin Drug Investig. 2007;  27 207-218
  • 02 Taylor H . Leitman R . eds. Health Care News. 2003;  3 15
  • 03 Grosset KA . et al . Mov Disord. 2005;  20 1502-1507
  • 04 Myllylä V . et al . Acta Neurol Scand. 2006;  114 181-186
    >