Klin Monbl Augenheilkd
DOI: 10.1055/a-1328-2550
Experimentelle Studie

Vergleich des Oberflächenprofils von multifokalen diffraktiven Intraokularlinsen

Article in several languages: English | deutsch
1  David J Apple International Laboratory for Ocular Pathology, Univ.-Augenklinik Heidelberg, Deutschland
,
Jung Min Lee
2  Department of Ophthalmology, Kangbuk Samsung Hospital, Jongno-gu, Republic of Korea
,
1  David J Apple International Laboratory for Ocular Pathology, Univ.-Augenklinik Heidelberg, Deutschland
,
Chul Young Choi
2  Department of Ophthalmology, Kangbuk Samsung Hospital, Jongno-gu, Republic of Korea
› Author Affiliations

Zusammenfassung

Hintergrund Die Qualität und die morphologischen Eigenschaften der Oberfläche einer Intraokularlinse (IOL) können die Sehqualität beeinflussen. In dieser Studie wurden die Oberflächentopografie sowie die Rauheit von 3 verschiedenen diffraktiven multifokalen OLs analysiert und verglichen.

Methoden Mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM, Inspect F, 5,0 kV, maximale Vergrößerung bis zu 20 000) und Rasterkraftmikroskopie (auf Englisch: atomic force microscope [AFM], Park Systems, XE-100, Nichtkontaktmodus, Vergleich des Oberflächenprofils, 10 × 10 µm, 40 × 40 µm) wurde die Oberflächenbeschaffenheit der folgenden diffraktiven IOLs untersucht: AcrySof IQ PanOptix (Alcon, USA), AT LARA 829MP (Carl Zeiss Meditec, Deutschland) und Tecnis Symfony (Johnson&Johnson Vision, USA). Die Messungen erfolgten bei jeder IOL in folgenden 3 repräsentativen Bereichen: zentraler nicht diffraktiver Bereich, zentraler diffraktiver Bereich und diffraktive Stufen. Die Rauheit in Bezug auf den Mittenrauwert (Ra) und die quadratische Rauheit (Rq) wurde jeweils gemessen und statistisch verglichen.

Ergebnisse Bei der REM-Untersuchung mit geringer Vergrößerung zeigten alle IOLs eine glatte optische Oberfläche ohne Unregelmäßigkeiten. Bei höherer Vergrößerung zeigte die Tecnis Symfony einzigartige regelmäßige, konzentrische und lineare Strukturen im diffraktiven Optikbereich, die in anderen untersuchten diffraktiven IOLs nicht zu sehen waren. Die Unterschiede der gemessenen Ra- und Rq-Werte der Tecnis Symfony waren im Vergleich zu den anderen IOLs statistisch signifikant (p < 0,05).

Schlussfolgerung In 3 diffraktiven multifokalen IOLs wurden verschiedene topografische Merkmale beobachtet. Der Ra aller untersuchten IOLs lag in einem akzeptablen Bereich. Die Tecnis Symfony zeigte hierbei statistisch signifikant höhere Ra-Werte sowohl im zentralen diffraktiven Bereich als auch im diffraktiven Stufenbereich. Darüber hinaus zeigte die Tecnis Symfony im Vergleich zu den anderen Modellen hinsichtlich der diffraktiven Oberflächen ein geordnetes, konzentrisches Muster.



Publication History

Received: 15 May 2020

Accepted: 26 October 2020

Publication Date:
19 February 2021 (online)

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