Sprache · Stimme · Gehör 2021; 45(01): 5
DOI: 10.1055/a-1256-2331
Der kleine Repetitor

Tympanometrie zur Mittelohrdiagnostik

Auf dem Weg zu den Haarzellen des Innenohres stellen sich dem Schall das Trommelfell und die Gehörknöchelchen in den Weg – sie bilden einen akustischen Widerstand (Impedanz). Durch verschiedene Erkrankungen des Mittelohres kann dieser Widerstand erhöht oder reduziert sein, und die Schallweiterleitung damit zusätzlich behindern. Zur Diagnostik dieser Erkrankungen kommt in der Praxis neben der Otoskopie und Tonschwellenaudiometrie standardmäßig die Tympanometrie zum Einsatz.

Fazit

Die Tympanometrie stellt eine unverzichtbare Methode bei der Untersuchung von Mittelohrerkrankungen dar. Trotz der beschriebenen Einschränkungen – besonders bei Neugeborenen und Säuglingen – wird die Messung in der Praxis weiterhin größtenteils bei 226 Hz durchgeführt. Da der klinische Nutzen durch Verfahren, die den Frequenzbereich erweitern, verbessert werden kann, sollte in der Praxis zukünftig verstärkt auf diese zurückgegriffen werden.



Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
11. März 2021 (online)

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