physioscience 2020; 16(02): 49-50
DOI: 10.1055/a-1149-0654
Editorial

Die Physiotherapie im Zeichen der Coronavirus-Krise

Eefje Luijckx
,
Slavko Rogan

Pandemien gibt es seit jeher, auch in der jüngeren Geschichte zeigen globale Beispiele, wie weitreichend sich diese auf die Gesellschaft auswirken. So zog die Spanische Grippe in drei großen Wellen zwischen 1918 und Anfang 1920 über die Welt. Dabei starben schätzungsweise 50 bis 100 Millionen Menschen. Ihr Ursprung lag höchstwahrscheinlich in der Militärbasis „Fort Riley“ im amerikanischen Bundesstaat Kansas. Am frühen Morgen des 11. März 1918 meldete sich dort der Gefreite Albert Gitchel mit heftigen Kopf-, Glieder- und Halsschmerzen sowie hohem Fieber im Krankenlazarett [1]. Bis zum Mittag zeigten bereits weitere 102 Soldaten die gleichen Symptome. Insgesamt erkrankten auf dieser Militärbasis über 1000 Soldaten, 38 starben an dem Virus. Quarantänemaßnahmen wurden damals nicht getroffen. Im März/April 2019 landeten Soldaten aus „Fort Riley“ in Europa, um in der Endphase des Ersten Weltkrieges zu kämpfen. Auf diesem Weg breitete sich das Influenzavirus (Subtyp A/H1N1) rasant über alle Kontinente aus.



Publication History

Publication Date:
08 June 2020 (online)

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