Zeitschrift für Phytotherapie 2020; 41(04): 201
DOI: 10.1055/a-1126-9276
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Aus der Forschung

Multisystematrophie: Studie mit EGCG zeigt lebertoxische Wirkung bei Dosen > 800 mg

Eine in „Lancet Neurology“ publizierte industrieunabhängige Studie zeigt, dass die in grünem Tee enthaltene Substanz Epigallocatechingallat (EGCG), ein sogenannter Oligomer-Modulator, – auch aufgrund von schweren Nebenwirkungen bei höheren Dosierungen – bei Patienten mit Multisystematrophie (MSA) keine ausreichende klinische Wirkung besitzt. Da sich jedoch eine signifikante Reduktion der Atrophie beteiligter Hirnregionen im MRT zeigte, sieht Studienautor Prof. Günter Höglinger das Therapieprinzip bestätigt. Nun sollen Studien mit verträglicheren Oligomer-Modulatoren folgen. Die MSA kann als Modellerkrankung für Synucleinopathien angesehen werden, zu denen auch Parkinson zählt.



Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
01. September 2020 (online)

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