Z Orthop Unfall
DOI: 10.1055/a-1007-2092
Original Article/Originalarbeit
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die Immobilisation der Wirbelsäule im Schockraum – eine umfragebasierte Analyse in den deutschen überregionalen Traumazentren

Article in several languages: English | deutsch
Andreas Gather
Department of Trauma Surgery and Orthopaedics, BG Klinik Ludwigshafen
,
Elena Spancken
Department of Trauma Surgery and Orthopaedics, BG Klinik Ludwigshafen
,
Matthias Münzberg
Department of Trauma Surgery and Orthopaedics, BG Klinik Ludwigshafen
,
Paul Alfred Grützner
Department of Trauma Surgery and Orthopaedics, BG Klinik Ludwigshafen
,
Michael Kreinest
Department of Trauma Surgery and Orthopaedics, BG Klinik Ludwigshafen
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Publication History

Publication Date:
21 October 2019 (online)

Zusammenfassung

Einleitung Die Immobilisation der Wirbelsäule beim unfallverletzten Patienten ist eine Standardmaßnahme in der präklinischen Notfallmedizin. Einheitliche Empfehlungen zur Immobilisation des Patienten während der Akuttherapie im Krankenhaus existieren nicht. Ziel der aktuellen Studie ist die Analyse der unterschiedlichen Vorgehensweisen bei der Wirbelsäulenimmobilisation in den überregionalen Traumazentren Deutschlands mittels einer internetbasierten Umfrage.

Material und Methoden Bei der aktuellen Studie handelt es sich um eine umfragebasierte Analyse der aktuellen Durchführung der Immobilisation der Wirbelsäule in den 107 überregionalen Traumazentren Deutschlands. Die internetbasierte Umfrage enthielt insgesamt 6 Fragen zur innerklinischen Lagerung der Patienten.

Ergebnisse Die Rücklaufquote betrug 47,7%. In 14 (28,6%) Traumazentren verbleiben die Patienten in der Art und Weise immobilisiert, wie dies durch das Rettungsfachpersonal durchgeführt wurde. In 19 (38,8%) Traumazentren werden die Patienten auf eine Liege mit Weichlagerungsmatratze umgelagert. Die Umlagerung auf das Spineboard und die TraumaMattress erfolgt in 11 (22,4%) bzw. 7 (14,3%) Traumazentren. Eine Umlagerung des Patienten auf die Vakuummatratze erfolgt in keinem Fall. Die Halswirbelsäule wird meist mittels einer Zervikalstütze immobilisiert (n = 48; 98,0%). Im Mittel geben die Befragten eine hohe Zufriedenheit (Median = 84 von 100) mit der derzeit durchgeführten Immobilisation der Patienten an. Am höchsten ist diese bei der Nutzung des Spineboards.

Diskussion Die Lagerung von Patienten während der initialen Notfallbehandlung in den deutschen überregionalen Traumazentren ist uneinheitlich. Sowohl die Ganzkörperimmobilisation als auch die komplette Aufhebung der Immobilisation wurden beschrieben.