Klin Monbl Augenheilkd 2019; 236(10): 1168-1169
DOI: 10.1055/a-0983-7264
Editorial
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Kinderophthalmologie – Therapiesicherheit und leitliniengerechte Evaluation

Pediatric Ophthalmology – Control of Therapy and Diagnosis According to Guidelines
Joachim Esser
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Publication Date:
10 October 2019 (online)

Entspricht die tatsächliche Okklusionspflastertragezeit wirklich der ärztlich angeordneten? Diese Frage stellt sich ein Behandler von kindlichen Amblyopien sehr häufig. Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, über eine Messvorrichtung innerhalb des Okklusionshautpflasters die Zeit zu messen, in der das Pflaster tatsächlich auf der Haut aufgeklebt ist. Gemessen wird hierbei der Hautwiderstand bzw. die Hauttemperatur. Dieser Occlusion Dose Monitor (ODM) wurde bereits in mehreren Studien (zusammenfassend bei Stewart et al. 2017 [1]) getestet und es kam z. B. dabei heraus, dass das Okklusionspflaster in vielen Fällen in weniger als der Hälfte der verordneten Tragedauer wirklich getragen wurde [2]. Einer Anwendung dieser Messvorrichtung in der klinischen Routine standen bisher aber sehr hohe Kosten entgegen.