physioscience 2019; 15(04): 183-185
DOI: 10.1055/a-0977-1967
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© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Wirksamkeit der operativen im Vergleich zur konservativen Behandlung beim Karpaltunnelsyndrom: Systematischer Review, Metaanalyse und qualitative Analyse[*]

Effectiveness of Surgical versus Conservative Treatment for Carpal Tunnel Syndrome: A Systematic Review, Meta-Analysis and Qualitative Analysis
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Publication Date:
04 December 2019 (online)

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist eine der häufigsten Berufserkrankungen, insbesondere bei Berufen mit starker manueller Belastung. Etwa 5–10 % der Bevölkerung sind am KTS erkrankt, davon Frauen (40–60 Jahre) 3–4-mal häufiger als Männer. Die jährliche Inzidenzrate liegt bei ca. 3/1000 Einwohnern. Häufig sind die Patienten beiderseits betroffen mit einer Prävalenz von 80 % für die dominante Seite [1].

Eine Kompression des N. medianus im Karpaltunnel führt zu einer mit Taubheit und Kribbeln einhergehenden neurologischen Beeinträchtigung, was sich häufig im Nervenverlauf äußert. Bisher bestand die Behandlung aus Physiotherapie, Handgelenkschienen, Kortikosteroid-Injektionen, Diuretika und Vitamin B6. Chirurgische Behandlungen wurden nur bei sehr schweren Fällen mit Thenarmuskelatrophie und nach erfolgloser konservativer Therapie angewendet.


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* Diesen Artikel verfassten die Autorinnen im Rahmen einer Lehrveranstaltung von Prof. Dr. N. Ballenberger im Bachelor-Studiengang Physiotherapie an der Hochschule Osnabrück (Evidenzbasierte PT – Journal Club).