Sprache Stimme Gehör 2018; 42(03): 108
DOI: 10.1055/a-0655-0222
Für Sie gelesen, für Sie gehört
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Goal Setting – Ziele smart formulieren

Further Information

Publication History

Publication Date:
05 September 2018 (online)

Manch einem Leser wird Goal Setting, das Konzept des „Führens mit Zielen“ – vom amerikanischen Psychologen Edwin A. Locke empirisch entwickelt und 1968 erstmals publiziert [1] – als Motivationsstrategie aus der Arbeits- und Organisationspsychologie bekannt sein. Beim Goal Setting wird ein Plan entwickelt, der die Durchführung von Aufgaben systematisch auf das zu erreichende Ziel hin abstimmt. Dahinter steht die Annahme, dass es gerade die selbstgesetzten Ziele sind, die zu Handlungen bzw. zur Durchführung bestimmter Aufgaben motivieren. Im Mittelpunkt steht hierbei der Zusammenhang von Zielen (zukünftige Handlungsresultate) und Aufgabenperformanz. Hohe (anspruchsvolle) spezifische Ziele, klar gestaltet und präzise vorgegeben, führen zu besserer Performanz (höhere Leistung) als niedrige und allgemeine Ziele. Das ist der Zielschwierigkeits- und Zielspezifitätseffekt.

Fazit

Goal Setting ist der beste Weg, um Verantwortung, Selbständig- bzw. Eigenständigkeit eines Schülers zu fördern. Nur wenn Selbständig- bzw. Eigenständigkeit geschaffen ist, sind Schüler motiviert, Ziele erreichen zu wollen. Ohne Ziele wissen sie nicht, woran sie arbeiten sollen und wie sie ihren persönlichen Lerneinsatz (Anstrengung, Ausdauer, Aufmerksamkeit) verbessern können. Goal Setting ermöglicht eine schülergeleitete Lernumgebung zu schaffen, die den Kindern dazu verhilft, erfolgreich zu sein.