Psychiatr Prax 2018; 45(03): 123-124
DOI: 10.1055/a-0589-2947
Debatte: Pro & Kontra
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Stationsäquivalente Behandlung (StäB) – Ein großer Schritt in die richtige Richtung – Kontra

Ward-Equivalent In-Patient Treatment (StaeB) – A Big Step in the Right Direction – Contra
Karel Frasch
Bezirkskrankenhaus Donauwörth, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm am Bezirkskrankenhaus Günzburg
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
04. April 2018 (online)

Sie können mir glauben, ich habe mich für ein bundesweit flächendeckendes, auskömmlich finanziertes Home Treatment (HT; ich wähle bewusst diesen Begriff) nach Kräften eingesetzt. Nicht nur, dass ich an 2 unterschiedlichen Standorten seit 2005 mit dieser Behandlungsform beste Erfahrungen gesammelt und an zahlreichen Orten darüber berichtet und diskutiert habe. Gemeinsam mit den Kollegen aus Günzburg betrieben wir Begleitforschung (z. B. [1] [2] [3]) und ich bin Mitglied der entsprechenden DGPPN-Task Force und somit Mitautor der von den maßgeblichen Verbänden konsentierten StäB-Leistungsbeschreibung. In diesem Papier [4] war aus meiner Sicht auch noch alles in Ordnung; insbesondere die zu Beginn der Verhandlungen im Raum stehende Verpflichtung zur ständigen „Ausrück-“ und Rufbereitschaft von benannten Teammitgliedern auch außerhalb üblicher Arbeitszeiten war begrüßenswerterweise vom Tisch. In der sodann geschlossenen Vereinbarung zwischen GKV/PKV und DKG [5], gefolgt von der OPS-Spezifizierung des DIMDI [6] sowie den DKG-Ausführungsbestimmungen, tauchte jedoch zu meinem Entsetzen eine zwar auf den ersten Blick kleine, aber die ursprüngliche Idee geradezu deformierende Veränderung auf: