Gesundheitswesen 2026; 88(01): 6
DOI: 10.1055/a-2763-2002
Panorama
Gegen soziale Isolation

Sucht und Einsamkeit. Folgerungen und Empfehlungen der Selbsthilfegruppe „Gegen soziale Isolation“ Hamburg

Einleitung

Ausgangspunkt sind Aussagen unserer Teilnehmer, aber auch von Familienangehörigen. Sucht betrifft nicht nur die Süchtigen, sondern auch deren Umfeld: durch Alkoholsucht eines Elternteiles z. B. des Vaters leidet oft die ganze Familie. Auch ehemalige Teilnehmer unserer Selbsthilfegruppe haben sich zu diesem Thema geäußert. Sucht bedeutet zwanghaftes Verlangen nach konkreten Substanzen, z. B. nach Alkohol oder Drogen. „Substanzen oder Verhaltensweisen werden konsumiert beziehungsweise beibehalten, obwohl negative Konsequenzen für die betroffene Person und für andere damit verbunden sind“ [1]. Wir haben auch erkannt, dass Sucht kein Randproblem unserer Gesellschaft ist „…sondern, (sie) betrifft viele Millionen Menschen in Deutschland. Dabei sind nicht etwa illegale Substanzen das Hauptproblem, sondern Tabak, Alkohol und frei zugängliche Medikamente“ [2].



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Article published online:
19 January 2026

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