Gefäßmedizin Scan - Zeitschrift für Angiologie, Gefäßchirurgie, diagnostische und interventionelle Radiologie 2025; 12(04): 188-189
DOI: 10.1055/a-2716-1567
Diskussion
Extremitätenarterien

paVK: Keine geringeren Amputationsraten durch Paclitaxel beschichtete Ballonkatheter und Stents bei CLTI

Die chronische Extremitäten-bedrohende Ischämie (CLTI) ist die schwerste Form der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (paVK) und geht mit einem hohen Amputationsrisiko einher. Behandelt wird die Erkrankung meist endovaskulär. In Studien hat sich inzwischen gezeigt, dass die danach sonst hohen Restenose- und Reinterventionsraten vermindert werden können, wenn medikamentenbeschichtete Stents oder Ballons verwendet werden.

Fazit

Möglicherweise führen Paclitaxel-beschichtete Stents oder Ballons bei Patienten mit CLTI, trotz Minderung der Restenoseraten, langfristig nicht zu einem besseren Outcome. Hier konnten sie weder die Amputations- noch die Sterberaten reduzieren. Und über das erste Jahr hinaus gab es im Vergleich zu den unbeschichteten Stents und Ballons auch keinen Vorteil hinsichtlich der Reinterventionsraten. Ob Patienten mit Claudicatio intermittens, bei denen Amputationen vergleichsweise selten notwendig sind und eher die Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund steht, davon profitieren können, wurde in einer zweiten Studie untersucht (SWEDEPAD-2).



Publication History

Article published online:
02 December 2025

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