Infektiologie up2date 2025; 01(04): 301-320
DOI: 10.1055/a-2704-6202
Infektionen einzelner Organe/Organsysteme

Diagnostik, Therapie und Prävention der Virushepatitis A – E

Autor*innen

  • Heinrich Rodemerk

  • Florian van Bömmel

  • Thomas Berg

Virushepatitiden spielen in der reisemedizinischen Praxis weiterhin eine wichtige Rolle, sowohl bei Fragestellungen hinsichtlich der Krankheitsprävention durch Impfungen als auch in der Diagnostik bei Reiserückkehrern. Auch in der Allgemein- und Betriebsmedizin sowie in vielen internistischen Fachdisziplinen gehört die Untersuchung auf Hepatitisviren zur Differenzialdiagnostik erhöhter Leberwerte.

Kernaussagen
  • Die Virushepatitiden A–E sind weltweit verbreitet und tragen erheblich zur globalen leberbezogenen Krankheits- und Sterblichkeitslast bei.

  • Bei Verdacht auf eine akute Hepatitis sollte zeitgleich eine Diagnostik auf die Virushepatitiden A–E erfolgen. In Deutschland ist die Hepatitis E mittlerweile die häufigste Form der akuten Hepatitis.

  • Bei Hinweisen auf eine Lebersynthesestörung sollte frühzeitig Kontakt mit einem (Transplantations-)Zentrum aufgenommen und eine antivirale Therapie erwogen werden, die für die Hepatitiden B–E verfügbar ist.

  • Unbehandelte chronische Virushepatitiden (B, C und D) bleiben weltweit eine der Hauptursachen für die Entwicklung von Leberzirrhose und hepatozellulärem Karzinom.

  • Die Hepatitiden A, B und D können in Deutschland durch effektive Impfungen wirksam verhindert werden.

  • Bei unklarer Diagnose sollte frühzeitig eine hepatologische oder infektiologische Mitbeurteilung erfolgen.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
03. Dezember 2025

© 2025. Thieme. All rights reserved.

Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany